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Solingen
Die Stadt sperrt vorübergehend 30 Turnhallen

Solingen: Die Stadt sperrt vorübergehend 30 Turnhallen
Dieser Hinweis an der Sporthalle des Humboldtgymnasiums hat Symbolkraft und gilt zunächst für weitere 29 Turnhallen. FOTO: bss (Archiv)
Solingen. Nachdem Deckenteile einer Bochumer Sporthalle herabgefallen sind, ordnet das Land Überprüfung an.

Nachdem letzte Woche Deckenplatten in einer Bochumer Turnhalle wegen unsachgemäßer Befestigung herabgefallen waren, hat das Bauministerium die Gemeinden nun angewiesen, Turnhallendecken zu überprüfen, die in den 1960er bis 80er Jahren gebaut worden sind. Der Bochumer Deckenunterbau war mit senkrecht eingeschlagenen, glatten Nägeln fixiert und nicht geschraubt worden. Die Stadt Solingen hat inzwischen sämtliche 52 städtische Sport-, Turn- und Gymnastikhallen einer ersten Sichtprüfung unterzogen. Dabei konnte für 22 Hallen bereits Entwarnung gegeben werden. 30 Hallendecken müssen jedoch einer eingehenderen Prüfung unterzogen werden, weil sie, wie die in Bochum gesperrten Hallen, als Deckenverkleidung Holzwolleleichtbauplatten aufweisen.

Die Stadt wird diese Hallen mit sofortiger Wirkung vorsorglich sperren, um mögliche Gefährdungen für Schüler und Sportler auszuschließen. Ohne genauere Untersuchung durch Öffnen von Deckenteilen ist nicht auszuschließen, dass die Deckenplatten oder auch die Holzunterkonstruktionen ähnlich wie die Bochumer mit senkrecht eingetriebenen Nägeln befestigt wurden, die sich lösen und hinabfallen könnten.

Die Stadt geht davon aus, dass die Prüfung der 30 Objekte, die nun unter Hochdruck vorgenommen wird, innerhalb von maximal 14 Tagen abgeschlossen werden kann. Sobald die Untersuchung einer Halle abgeschlossen und sicher sei, dass von der Konstruktion keine Gefahr ausgehe, werde diese Halle freigegeben, teilt das Immobilienmanagement mit. Sollte sich jedoch an einer Konstruktion ein Schadensbild zeigen, würden Sicherungsarbeiten notwendig: Dies könne im günstigsten Fall ein Nachschrauben der Deckenplatten und/oder der Holzkonstruktion sein; im schlimmsten Fall könne eine komplette Deckensanierung einschließlich der Unterkonstruktion erforderlich werden.

Schulverwaltung und Immobilienmanagement erarbeiten zurzeit eine Prioritätenliste, damit die am stärksten frequentierten Hallen zuerst überprüft und möglichst schnell wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben werden können.

Die betroffenen Hallen: Humboldtgymnasium , Kannenhof alt, Krahenhöhe, Ohligser Turnverein, Schwertstraße, Vogelsang, Bausmühlenstraße , Bogenstraße, Bünkenberg, Vockerter Straße, Eintrachtstraße , Felder Straße, Fürkerfeldstraße, Gerberstraße, Gottlieb-Heinrich-Straße, Guntherstraße, Katternberger Straße, Klauberger Straße, Neuenhofer Straße , Montessouri Schützenstrasse 119, Querstraße, Ritterstraße, Sedanstraße , Uhlandstraße, Yorckstraße, Zweigstraße, Börsenstraße, Felder Straße, Sternstraße, Wahnenkamp.

(red)
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