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Solingen
Die Wirtschaft zeigt ihre ganze Vielfalt

Solingen: Die Wirtschaft zeigt ihre ganze Vielfalt
Das gemeinsame Buch "Ansichtssache Solingen" präsentierten Möni Quarch und Christian Beier (M.) den Besuchern Ulrich (l.) und Sybille Osieka (r.). FOTO: mak
Solingen. Unter dem Motto "Die Weltmarke erleben" lockte die insgesamt neunte Solingen Messe über 10 000 Besucher in die Eissporthalle. Erstmals veranstaltete die Wirtschaftsförderung die Leistungsschau an drei Tagen. Von Alexander Riedel

Von traditionellen Schneidwaren bis zum innovativen 3 D-Ganzkörperscanner gab es auf engstem Raum eine Menge zu entdecken - und mitten im Getümmel ließ sich Minna Müller nieder, um es sich mit einer Tasse Kaffee und einer Waffel gut gehen zu lassen. "Ich bin begeistert, wie sich unsere Firmen hier präsentieren", sagte die Besucherin, die auf dem Rundgang über die Solingen Messe prompt Bekanntschaften mit anderen Neugierigen geschlossen hatte. "Es hat mich interessiert, was hinter den neuen Namen in der Broschüre steckt", verriet sie. "Ein Zöppken von der Firma Felix habe ich auch schon gekauft."

Zum dritten Mal fand die Leistungsschau der Solinger Unternehmen und Initiativen unter Federführung der Wirtschaftsförderung am Wochenende in der Eissporthalle statt. Neben Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben stellten sich dabei von Freitag bis Sonntag auch Bildungseinrichtungen wie das Technische Berufskolleg oder die Wuppertaler Kinder- und Jugenduniversität vor. "Wir wollten eigentlich einfach mal schauen, was es so alles gibt", erzählte Sybille Osieka, die mit ihrem Ehemann Ulrich von Stand zu Stand streifte.

Dennoch landete das erste Mitbringsel rasch in ihrer Einkaufstasche. "Im Kochshop haben wir einen heißen Stein fürs Raclette gekauft", erzählte die Besucherin. In Eingangsnähe stießen die Eheleute zudem auf einen besonderen Blickfang, den sie ebenfalls mit nach Hause nahmen: Einen ungewöhnlichen Bildband mit dem Titel "Ansichtssache Solingen." Darin tummeln sich an markanten Orten der Klingenstadt auf 35 Motiven Miniaturfiguren, die ihrer Umgebung in der Makro-Perspektive einen ganz neuen Charakter verleihen. Das Werk, das die Künstlerin Möni Quarch gemeinsam mit Fotograf Christian Beier gestaltete, ist unter anderem in den Buchhandlungen Kiekenap an der Grünstraße und Bücherwald am Walder Kirchplatz erhältlich und kostet 15 Euro. Ein Euro aus dem Erlös kommt dem Palliativen Hospiz zugute, dass seine Arbeit ebenfalls in der Eissporthalle vorstellte. Dass die Solingen Messe auch für die jüngsten Gäste schon etwas zu bieten hatte, verdeutlichte Katrin Söntgerath, die sich mit dem Kinderwagen den Weg durch die Gänge bahnte. Nachdem ihre beiden Töchter Lisa (3) und Lotte (2) am Stand der erstmals auf der Messe vertretenen Firma BIA Kunststoff- und Galvanotechnik Luftballons bekommen hatten, ging es weiter zur Kinder-Kochwerkstatt. "Die machen immer tolle Sachen für die Kleinen", sagte die Besucherin und betonte: "Ich bin aber auch schon über die Messe gegangen, als meine Kinder noch nicht geboren waren."

"Hier bekommt man nichts aufgeschwatzt, sondern kann sich alles in Ruhe anschauen", hob schließlich Besucherin Christel Schmitz hervor, die sich mit ihrer Bekannten Eva Pinnel spontan auf den Weg zur Eissporthalle gemacht und einige Küchenartikel gekauft hatte.

Erstmals hatten die Veranstalter die Messe auf den Sonntag erweitert. "Das hat sich ausgezahlt," freute sich Frank Balkenhol. Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, der mit einer Gesamtzahl von über 10 000 Besuchern rechnet.

Quelle: RP
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