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Solingen
DRK sucht Ausweichplatz für Transporter

Solingen: DRK sucht Ausweichplatz für Transporter
Engpass an Parkplätzen: Schon seit längerer Zeit sind die Anwohner der Burgstraße in der Nordstadt über die DRK-Mobile verärgert, die ihnen die Stellflächen für die eigenen Autos streitig machen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Parkraumnot an der Burgstraße in der Nordstadt sorgt weiter für Ärger bei den Anwohnern. Das Rote Kreuz hält Ausschau nach Ausweichmöglichkeiten für seine Behindertentransporter. Eine Lösung ist aber noch nicht in Sicht. Von Martin Oberpriller

Die Anwohner der Burgstraße in der Solinger Nordstadt haben einmal mehr eine harte Zeit durchzustehen. Denn im Augenblick ist der große Parkplatz am Weyersberg mit dem Zelt für das "bergische Oktoberfest" belegt, so dass der Behindertenfahrdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Solingen gezwungen ist, seine Mobile wieder verstärkt am DRK-Hauptquartier eben an der Burgstraße abzustellen. Und die Nachbarn haben noch bis kommendes Wochenende bei der täglichen Parkplatzsuche das Nachsehen.

Eine Situation, die die Nerven erneut blank liegen lässt. "Eigentlich ist es ein Unding, dass das Rote Kreuz überhaupt in einer so engen Innenstadtstraße wie der Burgstraße zuhause ist", sagte jetzt beispielsweise eine Frau, die schon seit Jahrzehnten an der Burgstraße wohnt und sich wünscht, die Rotkreuzler würden sich in Gänze einen anderen Standort suchen.

So weit wird es indes nicht kommen. Gleichzeitig ist die Problematik der permanenten Parkraumknappheit an der Burgstraße den Verantwortlichen beim DRK in der Klingenstadt aber sehr wohl bewusst - weswegen das Rote Kreuz nach wie vor nach einer neuen Bleibe für den Behindertenfahrdienst mit seinem Fuhrpark aus Transportern Ausschau hält.

Zwar habe sich die Lage mit der Einführung der Zwischenlösung auf dem Weyersberg merklich entspannt, betonte in der vergangenen Woche eine Sprecherin des Roten Kreuzes auf Anfrage. Allerdings solle der - ohnehin nur zeitweise nutzbare - Parkplatz vor der Klingenhalle nicht zu einer Dauereinrichtung werden. "Wir suchen weiterhin einen neuen Stellplatz für den Behindertenfahrdienst", versicherte die Sprecherin.

Dabei gibt es aus Sicht der Hilfsorganisation zwei Möglichkeiten. Zum einen wäre es denkbar, einfach nur eine Fläche anzumieten, auf der die Fahrzeuge - vor allem nachts - geparkt werden könnten. Zum zweiten spielen die Rotkreuzler aber auch mit dem Gedanken, den gesamten Behindertenfahrdienst auszulagern, also ein Areal zu finden, auf dem zudem Räumlichkeiten für die Mitarbeiter eingerichtet werden können.

Der Vorteil der zweiten Variante liegt auf der Hand: Würde nämlich die gesamte Abteilung von der Burgstraße wegverlegt, entfiele nicht allein der allabendliche Kampf um Parkplätze. Vielmehr gehörte bei einer solchen Lösung auch der An- und Abfahrtverkehr durch die Transporter der Vergangenheit an - und der nachbarschaftliche Friede würde in die Nordstadt zurückkehren.

Einzige Bedingung für beide Optionen: Das entsprechende Grundstück für den Behindertenfahrdienst, ein Tochterunternehmen des Solinger DRK, müsste in der Nähe der Rotkreuz-Zentrale liegen. "Wir brauchen eine Fläche im Bereich der Stadtmitte", sagte die DRK-Sprecherin, die zudem darauf hinwies, in finanzieller Hinsicht seien die Mittel der Organisation ebenfalls begrenzt.

Gleichwohl ist dem Roten Kreuz daran gelegen, bis zu einer endgültigen Lösung ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn zu erhalten. "Wir haben klar kommuniziert, dass wir bei Problemen immer ansprechbar sind. Und das hat in letzter Zeit auch gut funktioniert", unterstrich die Sprecherin.

Eine Einschätzung, die von vielen Anwohnern der Burgstraße durchaus geteilt wird. Dennoch bleiben Vorbehalte gegenüber dem DRK bestehen. "Auf lange Sicht wäre es wirklich das beste, wenn sich das gesamte Rote Kreuz einen neuen Standort sucht", sagte eine weitere Nachbarin am Wochenende. Denn immerhin säßen andere Hilfs- sowie Rettungsdienste ja ebenfalls in eher dezentralen Gegenden der Klingenstadt wie etwa Gewerbegebieten in der Peripherie.

Quelle: RP
 
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