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Solingen
Durch Solingen von Krippe zu Krippe

Solingen. Heute können von 10 bis 16 Uhr in 13 Kirchen der katholischen Pfarrgemeinden Weihnachtskrippen besichtigt werden. Von Sandra Grünwald

Wer einmal über den eigenen Altar hinausschauen möchte, der hat die Gelegenheit, sich auf den "Solinger Krippenweg" zu begeben. Bereits zum neunten Mal öffnen die katholischen Pfarrgemeinden ihre Tore, um den Besuchern ihre Weihnachtskrippen zu zeigen. "Alle 13 Kirchen haben heute in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet", erklärt Dekanatsratsvorsitzende Ulrike Spengler-Reffgen.

In den meisten Kirchen stehen am heutigen Samstag Ansprechpartner bereit, die gerne die Fragen der Besucher beantworten. "In St. Michael wird es sogar ein Andenken geben, das jeder mitnehmen darf."

Sich die einzelnen Krippen einmal genauer anzusehen, ist ein interessantes Unterfangen, denn die Gemeinden haben sie sehr unterschiedlich gestaltet, schon allein, was die Figuren betrifft. "Es gibt hölzerne Figuren", erzählt Ulrike Spengler-Reffgen. "Davon sind manche naturfarben und lasiert, andere bunt bemalt."

Die Figuren in der Klosterkirche Gräfrath dagegen wurden aus Gips hergestellt und ebenfalls bemalt. Doch nicht nur die Figuren, auch die Motive der Krippen wurden von den einzelnen Gemeinden verschieden umgesetzt. "In St. Clemens haben wir eine ganz klassische Weihnachtskrippe", sagt Spengler-Reffgen, "die Krippe in Gräfrath dagegen ist sehr polarisierend."

Der Figurenbestand wurde hier reduziert auf Maria, Josef und das Jesuskind, die auf einem brachen Gelände stehen, während im Hintergrund Menschenschemen vorm Nachthimmel zu erkennen sind. Also weit ab von süßlicher Romantik.

"Hier wurde die Flucht thematisiert", erklärt die Dekanatsratsvorsitzende, "der Blick soll auf das Geschehen gelenkt werden." Ganz im Gegenteil zu einer Krippenausstellung, muss sich der Interessierte beim Krippenweg tatsächlich selbst auf den Weg machen. "Außerdem hat man die Gelegenheit, nicht nur die unterschiedlichen Krippen anzusehen, sondern auch mal einen Blick in die einzelnen Kirchen zu werfen."

Sechs Stunden lang können Kirchen und Weihnachtskrippen besichtigt werden. Natürlich gilt es, dabei genau zu planen, denn die Kirchen liegen auf dem gesamten Solinger Stadtgebiet verteilt, doch Ulrike Spengler-Reffgen versichert: "Ganz Flotte und Mobile schaffen tatsächlich alle Krippen."

Quelle: RP
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