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Solingen
"Dynamo Radhaus" tritt in die Pedale

Solingen: "Dynamo Radhaus" tritt in die Pedale
Volle Fahrt voraus (v.l.): Felicitas Ullrich, Alessia Mainardi, OB Tim Kurzbach, Dirk Rosen (AOK), Marie-Luise Hasler, Matthias Kistenich, Oliver Hartmann (AOK). FOTO: Köhlen
Solingen. Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" läuft in der Klingenstadt noch bis Ende August. Auch Schulen beteiligen sich. Von Uwe Vetter

Die Teams haben dem Anlass entsprechend spezielle Namen gewählt: "Speedy Gonzales" etwa oder "Dynamo Radhaus". In Letzterem radeln nun Oberbürgermeister Tim Kurzbach, die Dezernenten Dagmar Becker und Jan Welzel sowie die Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt, Ariane Bischoff, zusammen und machen mit bei der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit".

Noch bis Ende August laden die AOK Rheinland/Hamburg und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Wuppertal-Solingen Mitarbeiter von Unternehmen ein, "aktiv und gesund durch den Sommer zu radeln". Die Kampagne wird bundesweit seit 2006 angeboten - die Stadt ist als größter Arbeitgeber zum zwölften Mal mit dabei und stellt Stadtdienst-übergreifend gleich 16 Teams.

Auch der U-Form Verlag macht diesmal mit. Das Unternehmen mit 40 Beschäftigten direkt gegenüber dem Rathaus an der Cronenberger Straße ist laut Geschäftsführerin Marie-Luis Hasler ohnehin gerade dabei, ein betriebliches Gesundheitsmanagement einzuführen. "Von daher passt es sehr gut, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Wir haben auch einen überdachten Fahrradständer eingerichtet, an dem die Räder sicher abgestellt werden können", so Hasler.

Radfahren hat im U-Form Verlag ohnehin einen hohen Stellenwert, ergänzt Geschäftsführerin Felicitas Ullrich. So sei die Brücke der Korkenziehertrasse über der Wuppertaler Straße mit vom Unternehmen gesponsert worden. Die Geschäftsführerinnen selbst sind begeisterte Radfahrerinnen. Marie-Luise Hasler würde sich aber wünschen, dass Autofahrer "mehr Rücksicht auf Radfahrer" nehmen. "Oft kommen die Autos ziemlich nahe an einen heran", so die Beobachtung der Geschäftsführerin des U-Form Verlages. Eine Einschätzung, die Joachim Bruns vom ADFC Wuppertal-Solingen nur teilen kann. "1,50 Meter müssten Autofahrer Abstand halten, wenn sie an einem Radfahrer vorbeifahren", sagt er und hofft auf deutlich mehr Verständnis.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach sieht in der Aktion wie Oliver Hartmann, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg, nur positive Aspekte. Neben den gesundheitlichen könne man beispielsweise die Stadt aus ganz neuen Blickwinkeln erleben, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, so Kurzbach. Hartmann ergänzt: "Radfahren wird immer beliebter und der Wunsch wächst, etwas für die eigene Gesundheit zu tun."

Schon etliche Jahre dabei sind Matthias Kistenich vom Stadtdienst Natur und Umwelt sowie Alessia Mainardi vom Stadtdienst Planung, Mobilität und Denkmalpflege. Beide koordinieren die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" und sehen ebenfalls den vielfachen Nutzen. So steigert die sportliche Bewegung die Fitness, Gedrängel im Bus oder die Suche nach einem Parkplatz entfallen und Sprit wird gespart - das entlastet Klima und Geldbeutel. "Radfahren wird normaler, in Bahnen sind Fahrräder deutlich mehr geworden", sagt Kistenich.

Er kommt jeden Tag aus Köln zur Arbeit in den Stadtdienst Natur und Umwelt, fährt mit der Bahn von der Domstadt nach Ohligs und hat sein Falt-Rad stets mit dabei.

Die Kampagne von AOK Rheinland/Hamburg und ADFC richtet sich in Solingen aber nicht nur an Unternehmen, sondern auch an Schulen. Mit dem Rad zur Schule wird seit 2011 angeboten, mittlerweile zum sechsen Mal. Geradelt wird hier seit dem 8. Mai bis zum 30. Juni. Ziel ist es für die Schüler, an mindestens 15 Tagen mit dem Rad zur Schule zu fahren - in Viererteams also an 60 Tagen. Angemeldet für die diesjährige Aktion haben sich die Realschule und das Gymnasium Vogelsang, das Humboldtgymnasium und die Friedrich-Albert Lange-Gesamtschule.

Quelle: RP
 
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