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Serie Evonik Kinderuni
Eier schälen mit Essig - und viel Geduld

Solingen. Ein Ei muss nicht gekocht sein, damit es sich schälen lässt. Auch von rohen Eiern kann man die Schale entfernen. Wie das geht, zeigt die Evonik Kinderuni - nicht nur den kleinen Forschern in den 806 Kitas, die bei der Aktion mitmachen. Von Verena Bretz

Paul versucht, eine schwere Kiste hochzuheben. Aber er schafft es nicht. "Was bist du denn für ein Weichei?", sagt seine Schwester Paula. Aber Papa verteidigt Max. "Außerdem", sagt er zu Paula, "Weicheier sind gar nicht schwach. Kommt - ich kenne da ein Experiment. Damit zeige ich euch, wie stabil ein weiches Ei ist!" Probiert diesen lustigen Versuch auch mal aus.

Zuerst füllt ihr ein Glas mit Essig. Dann legt ihr das rohe Ei dort hinein, so dass es komplett mit Essig (fünfprozentig) bedeckt ist. Ihr könnt natürlich auch zuerst das Ei ins Glas geben und es dann mit dem Essig übergießen. Schaut genau hin, was schon nach wenigen Minuten passiert: Auf der Eierschale bilden sich ganz viele Bläschen. Aber dann müsst ihr weiter warten. Nach drei bis vier Stunden könnt ihr noch einmal nachsehen, ob sich etwas verändert hat. Am besten wartet ihr aber bis zum nächsten Tag.

Was könnt ihr dann beobachten? Nach etwa zwölf Stunden - vielleicht auch schon eher - hat sich die Eierschale fast vollständig aufgelöst. Auf der Flüssigkeit liegt nun eine weiße, schaumige Schicht (oder eine braune, falls ihr braune Eier genommen habt). Das sind die Teile der aufgelösten Schale. Am Ei erkennt ihr jetzt nur noch das zarte Häutchen, das das Innere des Eis zusammenhält.

Nun könnt ihr das Ei ganz vorsichtig aus dem Glas fischen. Am besten klappt das so: Zieht euch einen Haushaltshandschuh an, gießt die Flüssigkeit vorsichtig aus dem Glas und fangt dabei das glitschige Ei mit der Hand auf. Spült es gründlich mit Wasser ab und knibbelt oder schabt vielleicht noch ein paar Schalenreste ab. Wenn noch zu viel Schale am Ei ist, müsst ihr es noch einmal für einige Zeit in frischen Essig legen.

Wie fühlt sich das Ei an? Es ist wabbelig, so als wäre es aus Gummi. Ihr könnt es sogar ein wenig platt drücken. Aber vorsichtig - sonst platzt das Ei. Trotzdem merkt ihr, dass die Haut ziemlich fest und elastisch ist.

Ihr könnt nun noch etwas anderes ausprobieren: Haltet das nackte Ei gegen helles Licht. Dann könnt ihr sogar den Eidotter darin erkennen. Nun möchtet ihr bestimmt wissen, warum sich die harte Schale einfach so aufgelöst hat. Die Erklärung: Die Eierschale besteht aus Kalk. Und Kalk löst sich in Essig auf. Dabei entsteht ein Gas, das Kohlendioxid. Ihr könnt es in eurem Versuch als Bläschen sehen. Dieses Gas kennt ihr bestimmt auch als Blubberbläschen im Sprudelwasser.

Quelle: RP
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