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Solingen
Eigene Bühne für Kreatives mit Jugendlichen

Solingen. Netzwerk zwischen Kultur, Jugendarbeit und Schulen wurde beim Praxistag im Theater und Konzerthaus enger geknüpft.

Beim Kulturrucksack hatte sich Solingen schon früh auf den Weg gemacht. "Die Stadt war eine der ersten Kommunen in NRW." Für Jürgen Bürger ist dieses Projekt freilich kein Einzelfall; nach den Worten des Leiters der Jugendförderung ist es vielmehr ein Mosaikstein von vielen der künstlerisch-kreativen Aktionen für Kinder, Schüler beziehungsweise Jugendliche. Kulturmanagement-Leiter Hans Knopper unterstreicht, dass das Solinger Konzept, das sich dabei herauskristallisiert hat, keineswegs in der Theorie am Schreibtisch vorgegeben wurde, sondern in der praktischen Zusammenarbeit entstanden ist.

Es ist ein beispielhafter Weg kultureller Jugendarbeit, der vom Land mit 20.000 Euro gefördert wird. Davon konnte jetzt unter anderem eine mobile Bühne mit entsprechender Technik angeschafft werden für Veranstaltungen zum Thema Jugendkultur. "Ab sofort kann die Bühne kostenlos gemietet werden", sagt Jens Stuhldreier vom Team der städtischen Jugendförderer.

Anfragen hat es gestern jedenfalls schon einige gegeben - beim ersten großen Praxistag mit Künstlern beziehungsweise Kulturschaffenden sowie Akteuren aus der Jugendarbeit und von Schulen. 150 Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich im Theater und Konzerthaus auszutauschen, um das Netzwerk dichter zu knüpfen. "Ziel ist, alle zusammenzubringen, das ist gelungen", hieß es.

"Zusammen, nicht getrennt. Synergien nutzen" - unter diesem Motto hat der Fachtag reichlich Raum geboten, neue Kontakte zu knüpfen, die Zusammenarbeit zu erweitern beziehungsweise zu festigen. Künstler Stefan Seeger, Modedesignerin Silke Peukert, Tänzer Charles Klang, Musiker Fabakary Jobateh sowie weitere Kulturschaffende stellten sich in einer kurzen Blitzlicht-Präsentation als mögliche Kooperationspartner vor. Symphoniker, Klingenmuseum, Rollhaus, CVJM, Proberaumhaus, Musikschule und zahlreiche Weitere waren zudem auf dem Informations-Marktplatz im Theater und Konzerthaus mit Info-Ständen vertreten. Doch es sollte nicht nur bei Gesprächen bleiben. Für drei neue Kooperationsprojekte, die gestern konkret entwickelt wurden, winkte ein Zuschuss von jeweils 1000 Euro.

(tws)
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