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Solingen
Ein bewegender Aktionstag

Solingen. Anfang des Jahres wurden die einzelnen Reha- und Behindertensportgruppen des TSV Aufderhöhe ausgegliedert. "Wir sind eine eigene Abteilung geworden, weil wir so groß wurden", erklärt Susanne Fischbach, die für die Leitung der Krebssportgruppen zuständig ist. Um die Angebote der neuen Reha- und Behindertensportabteilung vorzustellen, veranstaltete der TSV Aufderhöhe in und rund um sein Gymnastikhaus an der Gillicher Straße einen Aktionstag "Sport und Gesundheit" im Rahmen von "Bewegt Gesund bleiben in NRW". Von Sandra Grünwald

Bereits bei der Begrüßung war das Gymnastikhaus voll besetzt. Viele waren gekommen, um sich von dem vielseitigen Programm "bewegen" zu lassen. Von Wohlfühlgymnastik für Schultern und Nacken über Gehirntraining in Bewegung über die Sturzprophylaxe "Sicher stehen - sicher gehen" bis hin zu Zumba, das auch für Rehapatienten geeignet ist, gab es viele Einblicke in die Arbeit der einzelnen Sportgruppen. "Wir haben sieben Lungengruppen, drei Herzsportgruppen, zwei Demenzsportgruppen, fünf Krebssportgruppen, Wirbelsäulengymnastik und zweimal Sport für die Seele", zählt Susanne Fischbach auf.

Sport für die Seele und die Demenzgruppen werden von Eva Weiß und Christiane Römer geleitet. "Bei den Demenzgruppen arbeiten wir mit der Senioreneinrichtung Bethanien zusammen", erzählt Eva Weiß. Vor allem Mobilisationsübungen werden gemacht. "Den Kreislauf in Schwung bringen." Aber auch Erinnerungsübungen. Die neue Abteilung soll noch ausgebaut werden. Gerade wird eine neue Übungsleiterin für weitere Krebssportgruppen ausgebildet. "Ich möchte gerne an jedem Tag eine Krebsgruppe anbieten", sagt Susanne Fischbach. Außerdem soll eine Gruppe "Stressbewältigung und Entspannung" ins Leben gerufen werden. Angesichts der Tatsache, dass die Teilnehmer an den Herzsportgruppen immer jünger werden, sicher eine sinnvolle Prophylaxe.

Informationen gab es da auch während des Aktionstages durch den Vortrag von Peter Koshorst über "Die Wahrheit über Stress und Bewegung". "Außerdem überlegen wir, eventuell etwas für Diabetiker anzubieten und Sportgruppen für Kinder", erklärt Fischbach. Das Hauptanliegen der Reha- und Behindertensportabteilung des TSV Aufderhöhe ist es, den Menschen Spaß an der Bewegung zu vermitteln. "Die Leute sind alle an ihren Grenzen gewesen, waren oder sind alle schwer krank", so Fischbach. "Wir wollen über die Bewegung wieder Spaß am Leben wecken." Das bewies auch der Programmpunkt des Aktionstages "Gut gelaunt mit Trommeln".

Quelle: RP
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