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Solingen
Ein Festival unterschiedlicher Kulturen

Solingen: Ein Festival unterschiedlicher Kulturen
Orientexpress: NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat die Schirmherrschaft des vielseitigen Kulturangebotes übernommen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Der Orientexpress dampft mit vielseitigem Kulturangebot durch das Bergische Land. Von Wolfgang Günther

Im späten 19. Jahrhundert war eine mehrtägige Reise von London über Paris, München, Budapest, Bukarest nach Konstantinopel, (Istanbul) mit dem ab 1883 verkehrenden Zug der "Compagnie Internationale des Wagons-Lits" " mit überbordendem Luxus verbunden. Es war aber auch eine lange Reise quer durch die Nationen Europas, vom Okzident in den Orient.

Heutzutage wird der Luxuszug nur für Sonderfahrten eingesetzt, aber bis Ende August fährt er symbolisch auf einer kurzen Strecke zwischen Solingen, Wuppertal und Schwelm und bringt ein großes Festival mit Angeboten unterschiedlicher Kulturen ins Bergische.

"Der Caritasverband Wuppertal/Solingen setzt sich seit vielen Jahren besonders für die interkulturelle Zusammenarbeit ein, unser Zug steht unter Dampf, das Festival soll für viele Begegnungen mit der vielfarbigen Kulturpalette Europas sorgen", sagte Dr. Christoph Humburg, Vorstandsvorsitzender der Bergischen Caritas bei der Auftaktveranstaltung des Festivals im voll besetzten Meistermann-Saal des Kunstmuseums.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat die Schirmherrschaft übernommen und sagte in ihrem kurzen, prägnanten Grußwort: "Diese Kulturveranstaltung soll mit dazu beitragen, Vorurteile und Berührungsängste zwischen den Menschen abzubauen, dazu gehören auch die Flüchtlinge, die in diesen Tagen zu uns kommen." Die Ministerin erzählte über ihre positiven Erfahrungen bei Schulbesuchen, "viele Kinder von Flüchtlingen sind erfolgreich in der Schule integriert, sprechen schnell unsere Sprache und werden unser Zusammenleben bereichern". Für Sylvia Löhrmann sind Intoleranz, Engstirnigkeit und Pöbeleien gegen Flüchtlinge nicht zu ertragen. "Ich habe da für mich das Wort 'Sauerkraut-Denken' geprägt", sagte die Ministerin.

Musikalisch wurde der Eröffnungsabend von der Französin Lydie Auvray und ihrem ganz besonderen Spiel auf dem Akkordeon begleitetet, ihr zur Seite der Komponist und Gitarrist Markus Tiedemann. Die swingende Musik der beiden Virtuosen verband die Pariser Chansons und Musette-Walzer mit dem Tango und der Bossa Nova Südamerikas. Bei meist freiem Eintritt finden an 15 Tagen insgesamt 25 Veranstaltungen in Schwelm, Wuppertal und Solingen statt, Schauplätze in Solingen sind das LVR-Industriemuseum Hendrichs an der Merscheider Straße und die Ateliers der Künstler in den Güterhallen im Südpark.

Das komplette Programm ist im Internet unter www.orientexpress-festival.de zu finden.

Quelle: RP
 
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