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Serie Mein Verein
Ein Herz für alle Felle

Serie Mein Verein: Ein Herz für alle Felle
Carola Horlemann mit ihrem Beagle Biggi. Die Solingerin gründete im Jahr 2014 zusammen mit anderen Tierfreunden den Verein "Fellfreunde", der sich um Hunde aus Osteuropa, in diesem Fall aus Ungarn, kümmert. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Aus einer privaten Initiative von Tierfreunden entstand 2014 ein Verein. Carola Horlemann ist als "Fellfreund" tätig. Von Sandra Grünwald

Die Fellfreunde taten sich im Jahr 2009 als private Initiative von Tierfreunden zusammen. Im Jahr 2014 wurde dann der Verein gegründet unter dem aussagekräftigen Namen "Fellfreunde - ein Herz für alle Felle". Der Vereinssitz ist in Solingen - und Carola Horlemann ist eins der deutschlandweit 14 Mitglieder und sehr aktiv als "Fellfreund". "Wir arbeiten mit einem Tierheim in Ungarn zusammen, das privat geführt wird", sagt Carola Horlemann. Das Tierheim liegt im Südosten Ungarns, einer der ärmsten Regionen des Landes. Das Ehepaar, das dieses Tierheim aufgebaut hat, ist mit Leib und Seele bei den Hunden. "Er hat seinen Job gekündigt, damit er sich den Tieren widmen kann und sie geht nachts arbeiten."

Geplant war das Tierheim für 40 Hunde. Inzwischen beherbergt es 130. Die "Fellfreunde" holen Hunde aus diesem Tierheim nach Deutschland. Transportiert werden sie mit einem extra für Hunde eingerichteten Transporter von TransCanis. Dass es den Hunden gut geht, ist das oberste Gebot des Vereins, der sehr großen Wert auf Seriosität legt. "Wir arbeiten eng mit dem Veterinäramt zusammen", betont Carola Horlemann.

Gerade heute, wo mit Hunden aus Osteuropa oft schnelle und betrügerische Geschäfte gemacht werden, ein wichtiger Aspekt. Die Hunde aus Ungarn werden dann entweder an Pflegestellen weitergegeben oder haben bereits ein neues Zuhause gefunden. "Wir vermitteln viele Hunde über Facebook", sagt Horlemann. Dort werden die Hunde vorgestellt. Hat jemand Interesse, so kann er Kontakt zum Verein aufnehmen. Dann muss er eine Selbstauskunft ausfüllen, bekommt Besuch von einem Vereinsmitglied, das sich das neue Hunde-Zuhause anschaut - und unterschreibt nachher einen Schutzvertrag. Doch nicht nur das Weitervermitteln der Hunde haben sich die "Fellfreunde" auf ihre Fahnen geschrieben. Es werden auch Präventionsprojekte in Ungarn durchgeführt. "Wir verteilen Gutscheine zum Kastrieren der Tiere", so Horlemann, "weil die Leute da kein Geld haben". Mit dem Verkauf eines Kalenders wurden nun Welpenhäuser finanziert, damit die Junghunde im Heim Schutz vor Regen und Kälte haben. "Wir wollen jetzt noch Schutzhütten für jeden Zwinger anschaffen", erklärt Carola Horlemann. Doch die Hütten sind teuer, da sie bissfest sind und stabil sind. "Eine Hütte kostet 200 Euro."

In Deutschland pflegt der Verein Kontakt zu anderen Tierschutzvereinen und unterstützt durch Sachspenden. Auch beratend sind die Vereinsmitglieder des wachsenden Vereins tätig. In jedem Fall werden dringend noch Pflegestellen gesucht.

Wer sich vorstellen kann, übergangsweise einen Hund aus Ungarn bei sich aufzunehmen, oder einen Hund adoptieren möchte, kann sich melden unter Telefon 0157 503 36165 oder Mail info@fellfreunde.de.

Quelle: RP
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