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Solingen
Ein Licht geht wieder um die Welt

Solingen. Am dritten Advent bringt der Pfadfinderstamm Silva das Friedenslicht nach Solingen Wald. Von Sandra Grünwald

Entzündet wird das Friedenslicht in der Geburtskirche Jesu in Betlehem. Von da reist es per Flugzeug in die ganze Welt. Der Pfadfinderstamm Silva aus Solingen Wald nimmt dieses Friedenslicht während einer großen Aussendungsfeier im Kölner Dom am dritten Adventssonntag in Empfang. "Hier kommen alle Pfadfinder aus dem Bistum Köln zusammen", weiß Nils Wiese, Kurat des Pfadfinderstammes Silva. Da ist der Kölner Dom mit mehreren tausend Pfadfindern gut gefüllt. In Solingen wird dann während eines Wortgottesdienstes um 18 Uhr das Licht aus Betlehem an die Solinger weitergegeben.

"Für viele Menschen ist es wichtig, dass sie dieses Friedenslicht zuhause in der Krippe brennen haben", sagt Nils Wiese. Wer jedoch am dritten Advent nicht die Möglichkeit hat, an der Aussendungsfeier in St. Katharina Wald teilzunehmen, kann sich das Friedenslicht bis Weihnachten in der Kirche abholen - denn dort brennt das Licht in der Krippe. "Zu dieser Aussendungsfeier kommen viele Familien mit Kindern", freut sich Nils Wiese. Im Anschluss an den Gottesdienst bieten die Pfadfinder noch Glühwein an.

Viele Gottesdienstbesucher nehmen das Licht in der Kirche in Empfang und bringen es anschließend auch zu kranken Menschen nach Hause. Diese weltweite Friedensaktion ist eigentlich eine Jugendaktion. "Aber es bleibt nicht bei der Jugend", betont Wiese. Eine weitere bekannte Aktion des Pfadfinderstammes Silva ist der Christbaumverkauf vor der Kirche St. Katharina, der in diesem Jahr am 17. Dezember stattfindet. "Das machen die Pfadfinder schon seit vielen Jahren." Hier werden Nordmanntannen, die von einem regionalen Forstbetrieb stammen, zum Verkauf angeboten. Viele Leute kommen gerne, um sich hier ihren Baum für Weihnachten auszusuchen. "Man zahlt nicht wesentlich mehr, als im freien Handel. Und kann noch etwas Gutes für die Jugendarbeit tun", sagt Nils Wiese. Und die Bäume seien sehr schön. Auch die großen Weihnachtsbäume in den Kirchen werden zumeist über diese Aktion bezogen.

Der Pfadfinderstamm Silva konnte in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag begehen, was mit einem Konzert eines bekannten Musikers aus Island gefeiert wurde. Für die rund 50 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 18 Jahren ist das Wichtigste der Besuch der wöchentlichen Gruppenstunden. "Die Schöpfung, die Natur und das soziale Miteinander sind Grundsteine der Pfadfinder-Arbeit", betont Wiese. So beteiligen sich die Pfadfinder auch an den "72-Stunden-Aktionen", die alle zwei Jahre stattfinden. "Ein Stamm übernimmt ein soziales Projekt und versucht, es innerhalb von 72 Stunden zu realisieren", erklärt der Kurat. Entweder der Pfadfinderstamm lässt sich ein eigenes Projekt einfallen und meldet es dann an oder er lässt sich ein Projekt zuweisen. So hat der Stamm Silva schon einen Einsatz im Solinger Vogelpark gehabt. "Gehege neu gemacht, Leitungen gelegt, Zäune erneuert", erzählt Wiese. Das habe den Pfadfindern sehr viel Freude gemacht. "Es ist eine Herausforderung, aber man sieht hinterher das Ergebnis." Gefeiert wird bei den Pfadfindern besonders der St. Georgstag im April. "Da werden verschiedene Spiele für die Kinder gemacht, dann gibt es einen Gottesdienst und danach wird noch am Lagerfeuer zusammengesessen", erzählt Nils Wiese. So, wie es sich für richtige Pfadfinder gehört.

Quelle: RP
 
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