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Solingen
Ein Schuhkarton voller Freude

Solingen: Ein Schuhkarton voller Freude
Esther Wiltzer hat die ersten Schuhkartons schon entgegen nehmen können. Mit den Weihnachtsgeschenken wird armen Kindern in Osteuropa eine große Freude gemacht. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Bis zum 15. November können bei der Familienkirche Geschenke für "Weihnachten im Schuhkarton" abgegeben werden. Von Maxine Herder

Die kleinen Päckchen, keines größer als ein Schuhkarton, sind immer liebevoll gestaltet: Aufwendig eingepackt, phantasievoll dekoriert, mit viel Mühe gepackt. "Wenn die Geschenke hier eintreffen, kommen wir uns vor, als wäre bereits Weihnachten. Viele Menschen geben sich wirklich viel Mühe damit", sagt Esther Wiltzer. Als regionale Sammelstelle nimmt ihre Gemeinde, die Familienkirche Solingen (früher Christengemeinde Ecclesia,) seit 15 Jahren die Pakete für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton der Organisation Geschenke der Hoffnung entgegen.

Die ersten Päckchen für die diesjährige Aktion sind bereits eingetroffen, noch bis zum 15. November können gefüllte Schuhkartons abgegeben werden. Die Idee von Weihnachten im Schuhkarton ist ganz einfach: "Es geht darum, armen Kindern in Osteuropa ein Weihnachtsgeschenk zu machen", sagt Esther Wiltzer. Die Schuhkartons werden in Bulgarien, Georgien, der Mongolei, in Polen, der Republik Moldau, in Rumänien, der Slowakei oder Weißrussland verteilt.

Um die Ausgabe möglichst reibungslos zu gestalten, hält die Organisation Geschenke der Hoffnung Etiketten bereit, die im Internet runtergeladen werden können und auf denen einfach die Altersgruppe und das Geschlecht des zu beschenkenden Kindes angekreuzt werden. Und auch sonst ist, vor allem um zollrechtliche Einfuhrbestimmungen zu erfüllen, genau geregelt, was in die Päckchen darf: Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug, Süßigkeiten und Schulsachen sind erlaubt (siehe Kasten), gebrauchte Gegenstände dürfen indes nicht eingepackt werden.

Ebenfalls verboten sind Zerbrechliches wie Tassen oder Schneekugeln, Lebensmittel, Schokolade mit stückigen Füllungen, Gelierstoffe wie in Gummibärchen, Seifen, Flüssigkeiten, Medikamente und Vitaminbrausetabletten, Literatur, scharfe, spitze und andere gefährliche Gegenstände, angstauslösende Dinge wie Kriegsspielzeug sowie Hexen- und Zaubereiartikel.

Jedes einzelne Päckchen, das in der Familienkirche ankommt, wird von Esther Wiltzer und anderen Gemeindemitgliedern überprüft. "Wegen des Zolls darf nichts Falsches drin bleiben. Zugleich soll natürlich jedes Kind ein schönes Paket bekommen, weshalb wir in manchen Fällen auch noch Kleinigkeiten hinzu packen." Aus diesem Grund freut sich die Familienkirche auch über Unternehmen, die bereit sind, Werbeartikel (wie Bälle, Stifte oder Mützen) zum Dazupacken zu spenden. Größer als ein Schuhkarton (etwa 30 x 20 x 10 cm) sollten die Päckchen nicht sein.

"Es ist ja nicht gerecht, wenn ein Kind ein riesiges Geschenk bekommt und ein anderes nur ein kleines", so Esther Wiltzer. Rund 400 Päckchen sind in den vergangenen Jahren bei der Familienkirche eingegangen, große Unterstützung kam dabei von den Schülern der Grundschule Uhlandstraße und des Gymnasiums Vogelsang. Ansonsten, sagt Esther Wiltzer, seien es vor allem viele Privatleute, die die Aktion unterstützten. "Wir haben die Resonanz in den vergangenen Jahren als durchaus positiv erlebt. Aber natürlich freuen wir uns über jeden, der kommt."

Die Päckchen können werktags von 8 bis 16 Uhr bei der Familienkirche, Merscheider Straße 40, abgegeben werden oder nach telefonischer Absprache unter 336991.

Quelle: RP
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