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Solingen
Ein Traditionsverein feiert Jubiläum

Solingen: Ein Traditionsverein feiert Jubiläum
FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Es waren Freizeit-Imker, die vor 150 Jahren in Dorp den Verein der "Bienen" gründeten, alljährlich wurde die Ernte von Wachs und Honig auf der "Honigkirmes" verkauft. Von Wolfgang Günther

Die Bienenkirmes rund um die Bienenhalle an der Burger Landstraße war einmal eines der bedeutendsten Feste der Klingenstadt. "Lang, lang ist es her", sagte Angelika Bleckmann, die heutige Vorsitzende der Kameradschaft bei den Vorbereitungen zum Jubiläumsfest, das an diesem Wochenende im neuen Domizil des Vereins an der Radrennbahn gefeiert wird.

"Damals war die vereinseigene Bienenhalle das Zentrum der Kameradschaft Biene, die in den besten Jahren mit etwa 6000 Mitgliedern Solingens größter Verein war", erzählte die Vorsitzende. Zu der Zeit wurde der Bienenkönig auch noch mit dem besten Schuss ermittelt, denn in der Halle war eine Schießbahn eingerichtet. Die Chronik in der Festschrift zählt die Bienenkönige ab 1866 auf. Die Kirmes verlor immer mehr an Bedeutung, die geliebte Bienenhalle kam in die Jahre und wurde 1993 endgültig abgerissen.

Der Verein habe viel mitgemacht. "Wir haben mehrmals umziehen müssen, aber der Zusammenhalt unserer Mitglieder ist geblieben, obwohl es natürlich heutzutage nicht mehr so viele sind", erläutert Angelika Bleckmann, die mit ihrem Mann Klaus als Kaiserpaar auf dem Fest regieren wird. "Wir haben beide die Liebe zur Kameradschaft Biene von unseren Eltern geerbt, so ging das damals eben", berichtete Klaus Bleckmann. Er lebte als Kind am Schlagbaum, seine Frau wuchs in Dorp, also mitten im "Bienengebiet" auf.

Vereinsintern ist das Jubiläum bereits mit einer Drei-Tage-Reise in den Schwarzwald gefeiert worden. Inzwischen haben die aktiven Mitglieder das Festgelände an der Radrennbahn hergerichtet. "Wir haben zum 150. Stiftungsfest besondere Attraktionen vorbereitet", sagt der amtierende Kaiser. Dazu gehören das Tanzfest am Samstagabend mit der Band "Impuls" und ein Höhenfeuerwerk, das beim Einbruch der Dunkelheit von dem offenen Gelände an der Radrennbahn abgebrannt wird. Tradition hat auch das Ständchen für die Bewohner im Josef-Haus an der Krahenhöhe am Sonntagmorgen, und das anschließende Bienenfrühstück zu Ehren des Kaiserpaars, zu beiden Gelegenheiten wird das Trio der "Original Ruhrpottsteiner" aufspielen.

"Auch wenn wir bald eine 125-jährige Vereinsgeschichte haben werden, ist unser Vereinsleben immer noch bunt und vielfältig - und wir setzen uns dafür ein, dass es so bleibt", sagte Angelika Bleckmann. Einige historische Fotos über die Geschichte der "Bienen" werden beim Fest ausgestellt. Beweise dafür, dass die Kameradschaft Biene ihre Tradition pflegt, aber mit dem Führungsteam von heute auch offen für neue Ideen in der Zukunft ist.

Quelle: RP
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