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Solingen
Ein weiterer Raum für junge Ideenfinder

Solingen. Im Gründer- und Technologiezentrum am Grünewald ist der Coworking-Bereich erweitert worden. Von Uwe Vetter

60.000 verschiedene Bücher von rund 1000 Verlagen hat die "readfy GmbH" im digitalen Angebot. Und der geneigte Kunde kann die alle frei lesen, wenn er zuvor eine App des Unternehmens heruntergeladen hat. "Das Lesen kostet nichts", versichert Miriam Behner, die Geschäftsführerin des jungen Unternehmens.

Allein: Zwischendurch wird immer mal wieder Werbung angezeigt. Und diese Werbeeinnahmen reichen aus, um Autor und Verlage zu bezahlen und dem jungen Unternehmen ein Auskommen zu sichern. "Wir sind seit 2013 am Start und haben das Produkt entwickelt. Im September 2014 haben wir unser Produkt am Markt platziert", sagt Miriam Behner.

Sie ist mit ihrem Unternehmen nun von Düsseldorf nach Solingen umgezogen - genauer gesagt ins Gründer- und Technologiezentrum (GuT) am Grünewald. "Hier passte einfach alles zusammen. Die Betreuung ist toll, das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt und die Anbindung ist perfekt", sagt die Geschäftsführerin mit Blick auf den nahe gelegenen Bahnhof.

Unter dem Dach in der vierten Etage des Technologiezentrums hat "readfy" Büros angemietet - sehr zur Freude von Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, und Sven Anders Wagner vom GuT. Denn erst im März dieses Jahres wurde hier das erste, rund 90 Quadratmeter große Gemeinschaftsbüro (Coworking) eingerichtet. Jetzt nun also ein zweiter Raum, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Das Coworkit bietet Start-ups - wie readyfy - aber auch Freischaffenden und Coworkern ein zu Hause, um schnell und günstig durchstarten zu können. Dafür können Schreibtische angemietet werden - flexibel ab einem Tag (10 Euro) , einer Woche (50 Euro) oder einem Monat (150 Euro). Das Team-Büro gibt es für 350 bis 400 Euro. "Das Gründer- und Technologiezentrum muss sich den Anforderungen der Start-up-Firmen stellen, es muss attraktiv und wettbewerbsfähig sein", sagt Frank Balkenhol.

Die "jungen, wilden Ideenfinder" brauchen eine passende Partner-Struktur vor Ort, um ein Kompetenznetzwerk aufbauen zu können. "Lange Mietverträge über fünf oder gar zehn Jahre passen nicht in diese Strukturen", sagt Balkenhol. Auch Sven Anders Wagner weiß: "Das klassische Gründer- und Technologiezentrum gibt es nicht mehr, vielmehr ist es ein Start-up-Inkubator."

Das kann Miriam Behner nur unterstreichen. Keine Woche ist vergangenen, um einen Kooperationspartner zu finden. Drei bis vier neue Mitarbeiter sollen nun eingestellt werden. "Der Austausch mit anderen - das klappt ganz gut", sagt die Geschäftsführerin von "readfy". Ihr Unternehmen ist jedenfalls "sehr gut gewachsen". Die Kunden würden durchschnittlich 350 Buchseiten im Monat digital über die App lesen. Als zweites Standbein werden jetzt auch E-Books zum Mieten angeboten - "ohne Werbung für etwa ein Drittel des Kaufpreises", sagt Mariam Behner.

Wachsen wird auch der Coworking-Bereich im GuT am Grünewald. Sven Anders Wagner: "Wir planen bereits einen dritten beziehungsweise vierten Raum."

www.readfy.com

Quelle: RP
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