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Solingen
Ein Wiedersehen in der Klingenstadt

Solingen: Ein Wiedersehen in der Klingenstadt
Mit Werken von Brahms, Schumann und Liszt gastiert Sofja Gülbadamova am 10. Januar im Meistermann-Saal des Kunstmuseums. FOTO: Privat (Archiv)
Solingen. Nächster Gast in der Reihe der Meisterkonzerte der Trenkner-Gesellschaft ist die Pianistin Sofja Gülbadamova. Von Michael Tesch

Der Name Sofja Gülbadamova ist in Solingen nicht ganz unbekannt. So war die Pianistin schon 2001 Solistin der Bergischen Symphoniker. "In Sergei Rachmaninovs ,Rhapsodie über ein Thema von Niccolò Paganini' fand die zugrunde gelegte Caprice a-moll des virtuosen Teufelsgeigers ein kongeniales Pendant an den Tasten: Die russische Pianistin Sofja Gülbadamova verband Spielfreude und Technik in vollendeter Weise. Kontrast- und ideenreich interpretierte Gülbadamova die 24 Variationen - mit brachialem Anschlag, glissandierendem Witz, dynamischem Spannungsreichtum oder zärtlichen Cantilenen bis hin zum letzten Anschlag", lobte damals Stefanie Mergehenn in unserer Zeitung. Jetzt, fast 15 Jahre nach ihrem beeindruckenden Auftritt, kehrt Gülbadamova in die Klingenstadt zurück. Eingeladen hat sie die Werner-Trenkner-Gesellschaft - für ein Meisterkonzert am 10. Januar um 19 Uhr im Meistermann-Saal des Kunstmuseums.

Geboren wurde Sofja Gülbadamova in Moskau. Ihre musikalische Ausbildung begann sie an der weltberühmten Gnessins' Spezialmusikschule (später Lyzeum) für hochbegabte Kinder im Alter von fünf Jahren in der Klasse von Michail Chochlov. Anschließend setzte sie ihr Studium beim amerikanischen Ausnahmepianisten Prof. James Tocco an der Musikhochschule Lübeck fort, später studierte sie bei Prof. Jacques Rouvier (CNSMD de Paris). Gülbadamova rundete ihre Ausbildung an der legendären Ecole Normale de Cortot in Paris ab, wo sie bei Guigla Katsarava Unterricht nahm und ihr Diplôme Supérieur de Concertiste (Konzertexamen) "à l'unanimité et avec les félicitations du Jury" (einstimmig und mit den Glückwünschen der Jury) abschloss.

Ein besonderes Highlight ihrer bisherigen Laufbahn war für Gülbadamova ihr Debüt 2012 bei "Raritäten der Klaviermusik" in Husum, einem der wichtigsten Klavierfestivals in Deutschland. Die daraufhin bei dem dänischen Plattenlabel Danacord erschienene CD der Festivaledition, wo ein großer Teil dem Programm von Gülbadamova gewidmet ist, wurde von der englischen Zeitschrift Gramophone als "Editor Choice Award" besonders hervorgehoben. Im August 2013 war die Pianistin erneut zu Gast des Festivals in Husum, das mittlerweile zu den Top Ten der internationalen Klavierfestivals weltweit gehört.

Sofja Gülbadamova ist Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Klavier-Wettbewerbe in den USA, Frankreich, Spanien, Russland und Deutschland. 2008 gewann sie in Frankreich gleich zwei internationale Wettbewerbe: den "Concours international pour piano" in Aix-en-Provence sowie den sechsten Internationalen Francis-Poulenc-Klavierwettbewerb, wo ihr neben dem ersten Preis zusätzlich auch der Spezialpreis für die beste Interpretation der Werke von Poulenc zuerkannt wurde.

Eine weitere Auszeichnung erhielt Gülbadamova im Juli 2010. Sie gewann den Grand Prix beim Internationalen Rosario-Marciano-Klavierwettbewerb in Wien. Im Oktober 2010 wurde ihr zudem der zweite Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb "André Dumortier" in Belgien verliehen.

Quelle: RP
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