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Solingen
Einbrecher verwüsten die Fauna

Solingen: Einbrecher verwüsten die Fauna
Fauna-Betriebsleiter Wolfgang Ackermann mit einem von den Einbrechern zerstörten Türteil. Handwerker müssen nun die Schäden beseitigen. FOTO: Kempner
Solingen. Böse Überraschung gestern Morgen für die Verantwortlichen des Gräfrather Tierparks: Unbekannte haben den kleinen Zoo in der Nacht zu Freitag heimgesucht und etliche Zerstörungen angerichtet. Der Schaden geht in die Tausende. Von Martin Oberpriller

Der Schock saß auch noch einige Stunden nach Entdeckung der Tat tief. Unbekannte Diebe sind in der Nacht zu Freitag in den Tierpark Fauna in Gräfrath eingebrochen und haben bei ihrem Beutezug durch mehrere Räumlichkeiten des kleinen Zoos im Solinger Norden eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge dürfte sich der Sachschaden auf mehrere tausend Euro belaufen.

"Zum Glück ist wenigstens keinem unserer Tiere etwas passiert", sagten gestern Mittag die zoologische Leiterin der Fauna, Christina Farke, sowie Betriebsleiter Wolfgang Ackermann - und gaben auf diese Weise eine wenigstens teilweise Entwarnung. Dabei bedeuten aber die bei dem Einbruch entstandenen Zerstörungen sehr wohl einen erheblichen Schlag für den Gräfrather Tierpark. Denn nach dem ungebetenen nächtlichen "Besuch" haben beispielsweise die zwei Türen zum Kassenhaus beziehungsweise zum Bürotrakt lediglich noch Schrottwert.

Entdeckt worden war die Tat am frühen Freitagmorgen. Gegen 7 Uhr waren die Angestellten der Fauna zur Arbeit erschienen, um die Tiere zu füttern und den Tierpark für die ersten Besucher des Tages herzurichten, die gegen 9 Uhr erwartet wurden. Doch aus diesen Vorbereitungen wurde zunächst einmal nichts, da den Beschäftigten sofort die Verwüstungen ins Auge fielen, die die Einbrecher bei ihrer "Diebestour" durch die Fauna hinterlassen hatten.

Die Tierpark-Angestellten alarmierten umgehend die Polizei, die kurze Zeit später mit einer Streifenwagenbesatzung vor Ort war und sich gegen Mittag ein erstes Bild vom Tathergang verschafft hatte. "Offensichtlich ist es den Einbrechern gelungen, über ein Stromhäuschen das Eingangstor der Fauna zu überwinden", sagte später eine Sprecherin der Polizei. Und von dort aus gelangten die Kriminellen dann zum Kassenhäuschen, wo sie die dortige Eingangstür so lange mit "massiver Gewalt" bearbeiteten, bis sie ins Innere gelangten.

Zwar gingen die Täter zunächst leer aus, da die Tageseinnahmen schon am Abend vorher weggebracht worden waren. Aber das hielt die Einbrecher nicht davon ab, ihren "Raubzug" durch die Fauna fortzusetzen, wobei sie schließlich - nach einem "Abstecher" in die Tierparkschule auf dem Gelände - im Bürotrakt des Tierparks tatsächlich noch fündig wurden. Nachdem sie auch dort die Tür aufgebrochen hatten, gelang es den Tätern, aus einem Tresor ungefähr 600 Euro zu entwenden.

Im Tierpark selbst herrschte am Tag nach der Tat vor allem Fassungslosigkeit - zumal die Einbrecher aus der Nacht zu Freitag nicht die ersten Diebe in der Fauna waren. So waren bereits vor einigen Jahren Unbekannte in den kleinen Zoo eingedrungen, wobei die Täter seinerzeit hauptsächlich Maschinen hatten mitgehen lassen.

Wie damals bedeutet auch der nun entstandene Schaden einen empfindlichen Schlag, dessen Folgen es so schnell wie möglich zu beseitigen gilt. Aus diesem Grund gaben sich bereits am Freitag Handwerker in der Fauna sprichwörtlich die Klinke in die Hand, um erste Reparaturarbeiten auszuführen. Darüber hinaus sind die Verantwortlichen des Tierparks froh darüber, dass sie die Fauna - trotz der erneuten Tat - wie gewohnt für Besucher offenhalten können.

Quelle: RP
 
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