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Solingen
Eine gefragte Expertin im Bäderbetrieb

Solingen: Eine gefragte Expertin im Bäderbetrieb
Bis Ende des Jahres fungiert Kirsten Olsen-Buchkremer noch in Doppelfunktion: als neue Geschäftsführerin der Bädergesellschaft Solingen sowie als externe Betriebsleiterin des Dinslakener Hallenbades DINamare. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Kirsten Olsen-Buchkremer soll als Geschäftsführerin der Bädergesellschaft Solingen den geplanten Ersatz-Neubau des Hallenbades Vogelsang begleiten. Dafür gibt die Dänin nach neun Jahren ihre Tätigkeit als selbstständige Beraterin auf. Von Guido Radtke

Kirsten Olsen-Buchkremer war hin- und hergerissen. Einerseits hat sie es genossen, in den vergangenen neun Jahren als Expertin im Schwimmbad-Betrieb selbstständig zu arbeiten. "Andererseits habe ich es vermisst, Teil eines Teams zu sein", sagt die 57-Jährige. Die Ausschreibung der Stadt Solingen klang daher besonders reizvoll, weil der künftige Job als Geschäftsführerin der Bädergesellschaft beides vereint.

"Ich habe meine Bewerbung einer guten Freundin in Bad Arolsen gezeigt, mit der ich lange Jahre zusammengearbeitet habe." Die Betriebsleiterin des Freizeitbades "Arobella" habe sich verwundert gezeigt und gesagt: "Die in Solingen haben deinen Lebenslauf genommen und alle Anforderungen abgeschrieben." Tatsächlich passte alles auf das Profil der Dänin, die erst mit ihrer Anstellung als Geschäftsführerin des Aqualands Köln im Sommer 1994 zum ersten Mal in ihrer beruflichen Karriere etwas mit Schwimmbädern zu tun bekommen hat. Seitdem gilt sie als gefragte Fachfrau auf diesem Gebiet.

"Seit ich 15 Jahre alt war, wollte ich im Ausland arbeiten." Den Traum hat sich die gelernte Fremdsprachen-Sekretärin und Hotelfachfrau erfüllt, als das Hotel Esplananden in Kopenhagen nach dem von ihr in führender Funktion begleiteten Umbau verkauft wurde. Wie jetzt in Solingen spielte der Dänin bei der Aqualand-Bewerbung ebenfalls der Zufall in die Karten.

Der Branchenwechsel von der Hotellerie zum Freizeitbad bedeutete damals keine Hürde. "Nicht zuletzt, weil in beiden Bereichen die gleichen Anforderungen eines Dienstleistungsbetriebes gelten: Sicherheit, Sauberkeit, Service und Spaß." An diesen vier S-Erfolgsfaktoren hat Kirsten Olsen-Buchkremer nach ihrem Amtsantritt in Chorweiler intensiv gearbeitet. "Das Aqualand war damals ein Leuchtturm-Projekt, die Dienstleistung jedoch hatte anfangs nicht im Mittelpunkt gestanden." Zu ihren Anregungen gehörte das Zelebrieren der Sauna-Aufgüsse. "Ich behaupte, dass wir die Tradition in Deutschland damals mit aufgebaut haben."

Mit der Empfehlung, den Neubau eines Freizeitbades in Bad Arolsen und die Inbetriebnahme eines Hallenbades in Dinslaken begleitet zu haben, hat die Dänin nun in Solingen ihren Dienst angetreten. Für sie spielt es keine Rolle, ob ein Schwimmbad mit vielen Rutschen und einer Sauna-Anlage oder alternativ mit einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken geplant wird. "Ein Bad ist ein Bad. Und das Ziel ist immer das gleiche: das Beste mit dem Geld heraus zu holen, das zur Verfügung steht."

Wenn die Bezirksregierung Grünes Licht für die Sonderkreditermächtigung erteilt, wird das Budget für den Vogelsang-Neubau rund neun Millionen Euro betragen. "Es ist beruhigend, dass der Ratsbeschluss für den Neubau steht." Das sichere die Grundlage für ihre künftige Arbeit. Die Frage der Finanzierung jedoch überlasse sie ganz allein Kämmerer Ralf Weeke.

Quelle: RP
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