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Serie Mein Verein
Eine große Familie des Motorsports

Serie Mein Verein: Eine große Familie des Motorsports
Roger Werner (l.) ist Vorsitzender der Scuderia Solagon. Hans-Werner Otto (M.) und Bernhard Görke sind die dienstältesten Mitglieder des Vereins. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Scuderia Solagon feierte jetzt ihr 50-jähriges Bestehen. Fast genauso lange dabei ist der ehemalige Vorsitzende Hans Werner Otto. Von Alexander Riedel

Neben den teilweise abgedeckten Sportautos in der Halle steht auch ein benutzter Grill. Geselligkeit schreiben die Mitglieder der Scuderia Solagon groß: "Wir feiern gemeinsam, treffen uns an den regelmäßigen Clubabenden, unternehmen Touren - und wir waren auch schon mit einem Stand auf dem Zöppkesmarkt vertreten", berichtet Roger Werner, Vorsitzender des Clubs, der im LVR-Industriemuseum sein 50-jähriges Bestehen feierte. Im November 1965 von vier Freunden aus der Taufe gehoben, hat sich der Verein der Förderung des Motorsports bei jung und alt verschrieben - insbesondere durch Geschicklichkeitsturniere für Autos sowie Slalomfahrten und -trainings.

Wenige Monate nach der Gründung, im April 1966, trat Hans Werner Otto als zehntes Mitglied dem Verein bei - und ist ihm bis heute treu geblieben, solange wie niemand sonst in der Scuderia. "Das Interesse für Autos war ja gerade damals sehr groß", sagt Otto, der später auch den Clubvorsitz übernahm. Den Ausschlag zu seiner Mitgliedschaft habe ein besonderes Erfolgserlebnis gegeben: "Ein Freund nahm mich mit auf eine Orientierungsfahrt, und ich erreichte auf Anhieb den dritten Platz", erinnert sich der heute 72-Jährige. "Danach habe ich entschieden: Das mache ich weiter." Vieles habe sich seit jenen Tagen geändert: "Damals haben die Fahrer noch ihre Privatautos genutzt, heute sind die Wagen für die Wettbewerbe bestimmt", erzählt Otto.

Mund-zu-Mund-Propaganda zwischen Freunden und Verwandten bezeichnen seine Vereinskollegen als zentralen Grundstein für die Gewinnung neuer Mitglieder. Die sei inzwischen wegen der vielfältigen anderen Interessen Jugendlicher deutlich schwieriger geworden, sagt der 2. Vorsitzende Peter Knippenberg, der einst durch seine heutige Ehefrau den Weg in den Verein fand. 34 Mitglieder hat der Verein derzeit. "Zwischenzeitlich waren es mal mehr als 70", vergleicht Hans Werner Otto.

Während der von der Scuderia ausgerichtete Klingenstadt-Slalom Jahr für Jahr viele Fahrer auf das TÜV-Gelände in Neuss zieht, fand sich zuletzt kein Ort mehr für eigene Kart-Veranstaltungen. "Wir haben zwei clubeigene Karts. Aber wenn man kein Gelände dafür hat, kann man nichts anbieten", beklagt Peter Knippenberg. "Es wäre großartig, wenn es irgendwo einen Firmenchef mit Begeisterung für den Motorsport gäbe, der vielleicht eine Fläche zur Verfügung stellen könnte", sagt der 2. Vorsitzende. Denn gerade die Nachwuchsförderung liegt den Clubmitgliedern besonders am Herzen. Mit Freude registriert man im Verein zum Beispiel den Werdegang von Tim Drexelius, der durch seinen Vater Michael zur Scuderia Solagon kam: Der 16-Jährige wechselte jüngst vom Kart zum Autosport und nahm bereits an zahlreichen Slalom-Veranstaltungen teil. "Es wäre toll, wenn der Verein noch viele neue Mitglieder bekommt", formuliert Bernhard Görke, gemeinsam mit Klaus Görtz auf Platz zwei der dienstältesten Vereinsmitglieder. Ein Wunsch, den zum Jubiläum des Clubs wohl alle Mitstreiter unterschreiben würden.

Quelle: RP
 
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