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Solingen
Eine gruselige Filmnacht in der Jugendbibliothek

Solingen. Auf Decken und Kissen haben es sich die Jugendlichen bequem gemacht und warten gespannt auf die Filmvorführung, die nicht nur sehr spannend, sondern durchaus auch ziemlich gruselig zu werden verspricht. Gleich drei Filme haben Vanessa Michalke und ihr Team ausgesucht, um den Jugendlichen eine aufregende Filmnacht bieten zu können. Von Sandra Grünwald

Auf die Idee wurde die Leiterin der Jugendbibliothek von den Jugendlichen selbst gebracht. Vanessa Michalke startete nämlich eine Umfrage, bei der die jungen Menschen angeben konnten, was sie sich von ihrer Stadtbibliothek so wünschen. Da es eine Kinoveranstaltung für Kinder von 0 bis sechs Jahren unter dem Titel "Cineminni" schon gibt, wünschten sich die Jugendlichen einen Kinoabend für Große.

Nun standen die Leiterin der Jugendbibliothek und ihre Kolleginnen vor der Aufgabe, drei wirklich spannende, möglichst aktuelle Filme auszuwählen, die alle ab zwölf Jahren freigegeben sind. So lagen am Samstagnachmittag "The Boy", "The Visit" und "Die fünfte Welle" bereit, um den rund 30 Jugendlichen bis Mitternacht eine gruselige Filmnacht zu bereiten. Dann - darauf hat die Bibliothek bestanden - werden die Jugendlichen von ihren Eltern abgeholt. "So Filmnächte gab es früher in den Kellerkinos", erinnert sich Silke Koppetsch von der Jugendbibliothek, die sich über den gut besuchten "Premiere-Abend" freut.

Paula Bortmann hat von dieser Veranstaltung durch einen Flyer erfahren. "Das sah interessant aus", erklärt die 16-Jährige. Zwei der Filme kannte sie bereits, aber die Idee, mit anderen Jugendlichen eine Filmnacht in der Bibliothek zu verbringen, fand sie toll. "Ich bin ziemlich oft in der Stadtbibliothek", verrät sie. Vor allem, um sich Fantasy-Romane auszuleihen. "Aber auch mal Krimis oder Science Fiction." Ins Kino geht sie nur gelegentlich mal. "Mit der Familie oder Freunden."

Ganz anders ist es bei Ann-Kathrin Egger und Alina Becker. Die beiden Freundinnen sind vor allem Kino-Fans. "Wir gehen oft ins Kino", sagen die beiden 14-Jährigen. Vor allem Action- und Horror-Filme finden sie gut. "Die Trailer von 'The Boy' und 'The Visit' hab ich schon gesehen", verrät Alina und beide freuen sich auf die bevorstehenden Kino-Stunden.

Wenn Ann-Kathrin in die Stadtbibliothek kommt, dann vor allem, um sich DVDs auszuleihen. "Ich lese kaum Bücher", erklärt sie und ist sich da mit ihrer Freundin sehr einig, die sagt: "Ich schaue auch lieber Filme."

Und so sind die beiden Freundinnen auch mit Knabberzeug ausgestattet, als es losgeht mit "The Boy" - dem achtjährigen Brahms, der ganz besondere Aufmerksamkeit braucht, die ihm seine neue Nanny verschaffen soll. Doch diese muss bei ihrer Ankunft in dem Herrenhaus feststellen, dass Brahms eine Porzellanpuppe ist, die ein unheimliches Eigenleben führt.

Quelle: RP
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