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Solingen
Eine Jubiläumsfeier mit "bleibendem Eindruck"

Solingen. Röltgen Signiertechnik bewirtete gestern zum 75-jährigen Bestehen rund 300 Gäste an der Paul-Röltgen-Straße. Von Fred Lothar Melchior

"Kunden machen uns Arbeit - zum Glück" heißt es auf einem Poster bei Röltgen Marking Systems. Weil das Glück jetzt schon 75 Jahre anhält, feierte der Spezialist für Signiertechnik gestern mit rund 300 Geschäftspartnern, Freunden und den Familien der Mitarbeiter. Die 45-köpfige Belegschaft zeigte bis gegen 14 Uhr, wie an der Paul-Röltgen-Straße in Merscheid ein breites Sortiment gefertigt wird - vom Handschlagstempel über Codier- und Formatwerkzeuge für Verpackungsmaschinen bis zu Kennzeichnungsanlagen für die metallverarbeitende Industrie.

Das interessierte auch Gäste aus Sachsen und Hessen. "Wir haben die Feier extra auf einen Freitag gelegt, um möglichst vielen Kunden, die unsere Produktion noch nie gesehen haben, das Werk zeigen zu können", sagte Frank Baehr. Er leitet das Familienunternehmen mit seinem Bruder Marc. Mutter Gabriele Baehr, Tochter von Firmengründer Paul Röltgen, führt weiter die Buchhaltung. "Der Aufbau war nicht einfach", blickt die 70-Jährige zurück. "Aber es hat alles gut geklappt. Klagen wollen wir nicht." Als einziges Kind der Röltgens war ihr der Weg vorgeschrieben: "Ich musste Industriekaufmann lernen." Die Kauffrau gab es damals noch nicht. Nach der Lehre stieg sie 1965 in den Betrieb der Eltern ein. Ihr Arbeitsjubiläum feierte sie im vergangenen Jahr eher still.

Fröhlich und lauter wurde es gestern nach Mittag. 30 Tonnen Sand hatten die Brüder für eine Beachparty ankippen lassen. "Wir sind froh, wenn wir ein Unternehmen auch einmal aus einem schönen Anlass besuchen können", kommentierte Detlef Diekel, Projektmanager der Wirtschaftsförderung. "Sonst geht es meistens um Probleme." Diekel vertrat Geschäftsführer Frank Balkenhol, der gestern noch die Solingen-Party vorbereitete. Sie findet heute Abend auf dem Rasspe-Gelände statt; gut 550 Karten wurden verkauft. Lob kam auch von anderen Gästen.

Maschinenbauer Ottomar Wolff kennt als befreundeter Solinger Unternehmer nicht nur die "tolle, vorbildliche Einrichtung" des modernen Betriebs, sondern freut sich auch über die zahlreichen Ausbildungsplätze bei Röltgen. Zurzeit sind es sieben. Wolff: "Das finde ich sehr gut. Fachleute sind sehr wichtig für die Stadt." Das sieht Detlef Diekel genauso: Er sprach mit Marc und Frank Baehr auch über das Solinger Stellenportal. Diekel: "Dafür wollen wir noch mehr Unternehmen gewinnen."

"Jetzt lassen wir es uns erst einmal gut gehen", schloss Frank Baehr die Betriebsführungen ab - und konnte mit seinem Bruder Marc sicher sein, auch durch die Feier einen "bleibenden Eindruck" zu schaffen.

Quelle: RP
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