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Solingen
Eine Luxusmarke mit Zukunftspotenzial

Solingen: Eine Luxusmarke mit Zukunftspotenzial
Besuch in der Nesmuk-Schmiede (v.l.): Frank Balkenhol, Oberbürgermeister Norbert Feith, Schmied Markus Pattschull sowie die Nesmuk-Geschäftsführer Walter Grave und Alexander Tonn. FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Die Manufaktur Nesmuk von der Burgstraße stellt qualitativ hochwertige Messer her. Der "Ferrari der Schneidwarenbranche" beschäftigt mittlerweile 24 Mitarbeiter – vor einem Jahr startete in Solingen die Produktion. Von Uwe Vetter

Glühend heiß ist das Werkstück, das Markus Pattschull aus dem Schmiedeofen mit einer langen Zange zieht, um es sogleich unter dem Fallhammer mit gezielten Schlägen zu bearbeiten. Der Schmied der Firma Nesmuk an der Burgstraße wiederholt die Stahlbearbeitung mehrfach, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist, um daraus eine der exklusiven Klingen der Messer-Manufaktur herzustellen. "Das ist eine hohe Kunst", sagt Nesmuk-Geschäftsführer Walter Grave.

Die beschränkt sich nicht allein in der Herstellung der Klingen, sondern auf jeden Arbeitsgang, der nötig ist, um hochwertige Messer herzustellen. Selbst in der Endkontrolle werden die auch im Design bestechenden Messer im wahrsten Sinne unter die Lupe genommen. "Ein Mini-Kratzer reicht, und das Messer geht zurück in die Fertigung", sagt Grave, der sich um die Entwicklung der Premium-Messer kümmert und zusammen mit Alexander Tonn (Finanzen) die Geschäfte von Nesmuk führt.

Nesmuk, im vergangenen Jahr vom niedersächsischen Wunstorf an die Burgstraße nach Solingen mit zunächst vier Beschäftigten gezogen, zählt mittlerweile 24 Mitarbeiter – "Tendenz steigend", sagt Walter Grave. Das Unternehmen ist im Luxussegment unterwegs, eine absolute Premiummarke und wird gerne auch als der "Ferrari der Schneidwarenbranche" bezeichnet.

Denn der Name Nesmuk ziert nur Produkte, die höchsten Ansprüchen an Materialien, Verarbeitung, Funktionalität und zeitloser Ästhetik genügen. Jedes Messer wird per Hand gefertigt, die Stähle selbst hergestellt, hinzukommen auserlesene Hölzer für die formschön gestalteten Griffe, sei es nun Cocobolo, Grenadill, Olivenholz oder Mooreiche. "Unsere Kunden sind vor allem ambitionierte Hobbyköche, aber auch Sammler und Messerliebhaber sowie Profi- und Spitzenköche in der ganzen Welt", sagt Alexander Tonn mit Blick auf die Nesmuk-Produkte, die in einer langjährigen Entwicklungszeit entstanden sind.

Nesmuk Exklusiv, Diamor, Janus, Soul oder Folder – so lauten die Namen der hochwertigen Produkte der Messer-Manufaktur, die in ihrem Segment "keine Mitbewerber im Markt" kennt, so Walter Grave.

Und das Unternehmen geht auch auf individuelle Wünsche der Kunden ein, allerdings werden beim Design keine Abstriche gemacht. "Man erwartet von uns mehr als nur Messer", weiß Alexander Tonn, "wir sind eine Luxusmarke mit größtem Zukunftspotenzial."

Die Qualitäts- beziehungsweise Unikats-Messer freilich haben ihren Preis, zumal sie nicht in Masse, sondern nach alter Handwerkskunst, verbunden mit dem Einsatz modernster Techniken, hergestellt werden. Eben "etwas Besonderes", wie die Geschäftsführer betonen. Die Nesmuk Jahresmesser-Kollektion Zyklon, bestehend aus einem Kochmesser, Slicer und Officemesser, mit einem Messerhalter aus Massivsilber, Griffen aus schwarz-weißem Ebenholz kostet beispielsweise 55 000 Euro. Es geht aber auch günstiger, Damast- und Kochmesser bewegen sich in einer Preisspanne zwischen 300 und 5000 Euro, sie bieten aber alle absolute Schneiderlebnisse.

Davon zeigten sich jetzt auch Oberbürgermeister Norbert Feith und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol, im Rahmen ihrer regelmäßigen Firmenbesuche, beeindruckt. Für die Nesmuk-Geschäftsführer Walter Grave und Alexander Tonn ist klar: Gäbe es für Produkte eine "Hall of Fame", stünden Nesmuk-Produkte in der Garde der Messerschmiedekunst in der ersten Reihe: "Unser Ziel ist es, optimale Messer zu schaffen und dabei Tradition und Fortschritt miteinander zu verbinden."

Quelle: RP
 
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