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Solingen
Eine neue Galerie für zeitgenössische Kunst

Solingen. Ümit Marangoz hat die Galerie an der Kurfürstenstraße übernommen. Sie firmiert jetzt als K1.

Aus der Baustellengalerie ist die Galerie K1 geworden. Und ab sofort ist nicht mehr Heinz-W. Müller (Galerie Rheinland) für das Programm im Ladenlokal an der Kurfürstenstraße 1 verantwortlich, sondern Ümit Marangoz. Mit dem Betreiberwechsel geht auch ein Programmwechsel einher, denn ab diesem Monat wird in der Galerie internationale zeitgenössische Kunst zu sehen sein. Für ihre erste Ausstellung musste Marangoz allerdings die Stadt nicht verlassen, sondern mit Ralph Tepel zeigt die Galeristin einen Künstler, der sein Atelier ebenfalls in der Nordstadt hat.

Tepel und Marangoz nutzten den Bildertransport am Mittwochnachmittag dazu, vor dem Rathaus, das ja direkt gegenüber der Galerie liegt, Werbung für die Ausstellung und Galerie zu betreiben. Heute um 18 Uhr wird die Präsentation von Tepel unter dem Titel "Mythenspiele - Die Begegnung" eröffnet. Ergänzt werden die Bilder des Solingers von afrikanischen Kultfiguren und Masken aus der Sammlung Müller.

"Für Kunst interessiere ich mich schon mein ganzes Leben. Kunst ist meine Leidenschaft und ich reise viel, um mir Ausstellungen anzuschauen", erzählt Marangoz. Mit der Neugründung möchte sie den Stadtteil weiter beleben und mit ihrer Galerie einen neuen Anziehungspunkt schaffen. "Denn wenn die Inhalte stimmen, kommt auch das Publikum", ist die Galeristin überzeugt.

Seit 2009 arbeitet Ralph Tepel in der Nordstadt. Sein Atelier hat der 1964 in Celle geborene Maler und Bildhauer an der Potsdamer Straße eingerichtet. Studiert hat Tepel Kunst, Design und Theologie in Wuppertal, Heidelberg und Bonn. Er ist Meisterschüler von Prof. Alfons Engling (Köln).

Seit seinem Umzug nach Solingen widmet sich Tepel besonders dem Leitmotiv Freiheit. Seine Kunst bezeichnet der Maler als "Mythenspiele" - worauf er auch mit dem Titel der Präsentation in der Galerie K1 hinweist. "Wir werden mit Alltagsmythen abgefüttert. Die analysiere ich in den Bildern mit alten Mythen", beschreibt Tepel. "Manche Menschen glauben, wir hätten das mythische Zeitalter durch die Aufklärung hinter uns gelassen. Aber wir haben nur die Mythen getauscht." Durch das Nebeneinander mythischer Figuren, alten und neuen Zeichen wie Symbolen schafft Tepel auf der Leinwand ein malerisch-gestisch angelegtes Mythenspiel, das dem Betrachter neue Sinnzusammenhänge anbietet.

Ausstellung "Mythenspiele - Die Begegnung" von Ralph Tepel, bis 20. September in der Galerie K1, Kurfürstenstraße 1. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 11 bis 14 Uhr.

(mit)
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