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Serie Projekte 2016
Ende der ewigen Bäderfrage in Sicht

Serie Projekte 2016: Ende der ewigen Bäderfrage in Sicht
2007 war die letzte Saison im Freibad Schellbergtal. FOTO: Kempner (Archiv)
Kein anderes Thema hat in den zurückliegenden 20 Jahren in der Solinger Sportpolitik derart viel Raum eingenommen wie die Zukunft der Hallen- und Freibäder in Solingen. "Inzwischen ist es in der kleinen Kommission ganz gut gelungen, die Diskussionen konstruktiv und vor allem nur noch intern anzugehen", sagt Hartmut Lemmer, Präsident des Solinger Sportbundes. In der Zeit vor dem Umbau des Klingenbades habe die Öffentlichkeit die konfuse Informationsflut aus Kreisen der Politik zur ewigen Bäderfrage nicht mehr hören können. Von Guido Radtke

Seit der Schließung des Ohligser Hallenbades an der Sauerbreystraße und dem gescheiterten Vorhaben, einen Betreiber für das ebenfalls im Sommer 2011 aufgegebene Birkerbad zu finden, beschränkt sich das einst so komplexe Thema auf die Zukunft des Hallenbades Vogelsang. Mit der Aussicht auf eine Förderung durch Bundesmittel sind sich ausnahmsweise alle Fraktionen und politischen Gruppierungen einig, dass ein Neubau die einzig sinnvolle, weil langfristig wirtschaftlichste Variante bedeuten würde. "Man kann für Solingen nur hoffen, dass in Berlin nicht viele weitere Anträge für diesen Fördertopf eingehen." Ähnlich wie beim Klingenbad das Konjunkturpaket II, könnte sich nun das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" als Glücksgriff erweisen. Hartmut Lemmer spekuliert darauf, dass das Neubau-Projekt vielleicht noch in diesem Jahr angestoßen werden kann und nach der Fertigstellung zumindest in Sachen Hallenbad 30 Jahre Ruhe herrschen wird.

Im Ittertal lockt im Sommer nicht nur das Freibad, sondern auch der Sand der Beachvolleyballfelder. FOTO: Kempner, Martin (mak)

Darüber hinaus erwartet Hartmut Lemmer eine zur Zeit nicht thematisierte Bäderfrage in naher Zukunft wieder auf der Tagesordnung. "Was passiert, wenn im Heidebad größere Investitionen getätigt werden müssen ? Und wie verhält sich die Kommune, wenn irgendwann auch im Ittertal etwas renoviert werden muss ?" Letzteres betreibt ein Förderverein, der durch die Erweiterung des Angebotes mit Beachvolleyball oder Boccia die Besucher lockt. "Um für neue Einwohner attraktiv zu sein, muss eine Stadt einen gewissen Standard bieten." Daher müssen nach Lemmers Meinung beide Freibäder erhalten bleiben.

Quelle: RP
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