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Solingen
Ende des Ganztagsmarktes löst Bedauern aus

Solingen. Das abrupte Ende des Ganztagsmarktes in der City ist vielerorts mit Enttäuschung aufgenommen worden. Nachdem Rudolf Jacobs von der Unternehmergesellschaft (UG) Wochenmärkte gegenüber unserer Redaktion das Aus des erst vor zwei Wochen gestarteten Versuchs erklärt hatte, hieß es gestern beispielsweise vonseiten der Stadt, die Entscheidung, zu den alten Öffnungszeiten zurückzukehren, sei bedauerlich. Von Martin Oberpriller

Gleichzeitig signalisierte eine Rathaus-Sprecherin aber auch Verständnis für die Händler, die ab dem heutigen Markttag bereits wieder mittags ihre Stände abbauen. "Die längeren Standzeiten müssen sich natürlich rechnen", sagte die Sprecherin und nahm so das Argument auf, mit dem die Mehrheit der Beschicker die Öffnungszeiten bis 18 Uhr kassiert hatten.

Tatsächlich war es der Plan der UG Wochenmärkte gewesen, bis mindestens Ende des Jahres die längeren Standzeiten zu testen, um danach eine endgültige Entscheidung zu treffen. Doch zuletzt fanden sich im Vorfeld des heutigen Markttages lediglich noch zwei Händler bereit, bis 18 Uhr auf dem Graf-Wilhelm-Platz ihre Waren anzubieten, so dass die Verantwortlichen der UG schließlich die Notbremse zogen.

Eine Entscheidung, die gestern beim designierten Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) ebenfalls auf Bedauern stieß. "Eigentlich waren die längeren Öffnungszeiten eine gute Sache", betonte Kurzbach, der darum die Hoffnung nicht aufgeben will, dass es in Zukunft wieder eine Rückkehr zu einem Markt bis in die Abendstunden geben wird. "Vielleicht klappt es ja später einmal", sagte Kurzbach, der damit eine Aussage von UG-Mann Rudolf Jacobs aufgriff. Auch der Metzgermeister aus Gräfrath, der selbst regelmäßig in Mitte Waren verkauft, hatte erklärt, das Experiment langer Markt sei nicht "für alle Zeiten vom Tisch".

Quelle: RP
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