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Solingen
Endgültiges Aus für Geburtshilfe in der Lukas Klinik

Solingen. Nun ist es auch offiziell. Nachdem in der Gynäkologie und Geburtshilfe der St. Lukas Klinik in Ohligs schon seit Monaten keine Kinder mehr zur Welt gekommen sind, steht seit gestern fest, dass sich daran auch nichts mehr ändern wird. Wie das Krankenhaus am Dienstag mitteilte, wurde jetzt der neue Krankenhausbedarfsplan veröffentlicht. Und in diesem findet die Frauenheilkunde der Lukas Klinik keine Berücksichtigung mehr. Von Martin Oberpriller

Das Krankenhaus, das zum K-Plus-Verband gehört, bedauerte die Entscheidung der Bezirksregierung. Der Schritt, eine Abteilung zu schließen, falle stets schwer, sagte der Geschäftsführer der K-Plus-Gruppe, Wolfram Bannenberg. Gleichzeitig richtete der Chef von katholischen Krankenhäusern unter anderem in Hilden und Leverkusen den Blick aber nach vorne.

So stelle die Neurologie weiterhin einen Pluspunkt für die Lukas Klinik dar. Dies gelte vor allem für die Behandlung von Schlaganfallpatienten, die nicht allein aus Solingen, sondern darüber hinaus aus dem gesamten Kreis Mettmann in die Stroke Unit nach Ohligs kämen, hieß es in der Mitteilung des Krankenhauses. Bei Überprüfungen werde immer wieder die "Qualität auf universitärem Niveau" gelobt, sagte K-Plus-Geschäftsführer Bannenberg, der ankündigte, die Größe der Neurologie um zehn Betten zu erhöhen.

Nach der endgültigen Schließung der Gynäkologie in der St. Lukas Klinik sieht Wolfram Bannenberg keine Versorgungslücke für die Klingenstadt. "Wir konzentrieren die medizinische Versorgung in der Frauenheilkunde im St. Josefs Krankenhaus in Hilden", sagte Bannenberg, der zudem darauf verwies, dass insbesondere das dortige Brustzentrum einen deutlichen Zustrom von Patientinnen erfahren habe. Auch darum sei die Abteilung zuletzt noch einmal um eine Operateurin verstärkt worden, teilte der K-Plus-Verband mit.

Im Klinikum Solingen steht in der Gynäkologie ebenfalls eine personelle Änderung an. Im Oktober übernimmt Dr. Manuela Seifert die Leitung des Bergischen Brustzentrums von Dr. Petra Emschermann, die im April in den Ruhestand ging. In den vergangenen Tagen wurde die Arbeit im Brustzentrum am Klinikum Solingen einmal mehr als qualitativ hochstehend bewertet. Zudem stieg die Zahl der Entbindungen im größten Solinger Krankenhaus nach dem zunächst noch vorläufigen Ende der Geburtshilfe an der Lukas Klinik in den vergangenen Monaten deutlich an.

Quelle: RP
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