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Solingen
Enteignungen für die Westumgehung Ohligs

Solingen. Ein seit Jahrzehnten nicht mehr verfolgtes Verkehrsprojekt beschäftigt jetzt noch einmal die Juristen. Am 12. Juli findet in Düsseldorf die mündliche Verhandlung zu möglichen Enteignungen von insgesamt 21 Grundstücken statt.

Das Verfahren ist Bestandteil der Planungen für die sogenannte Westumgehung Ohligs, die nach Vorstellungen von Verkehrsexperten aus den 70er Jahren eine Verbindung zwischen der Viehbachtalstraße sowie dem Ohligser Westen bis zur Stadtgrenze Hilden herstellen sollte.

Tatsächlich wurde aber nur ein kleiner Teil dieses Vorhabens später realisiert. So erinnert bis heute allein die vierspurige Verbindung L 288 zwischen dem Ende der Viehbachtalstraße im Bereich An der Gemarke sowie dem Übergang zur Bonner Straße an die Westumgehung Ohligs, da die Weiterführung zu Beginn der 90er Jahre endgültig gestrichen wurde. Dennoch sind die Auseinanderstzungen um die Westumgehung immer noch nicht abgeschlossen. So wurde eine Erbengemeinschaft, der die Grundstücke im Bereich des tatsächlich gebauten Teilstücks gehören, seinerzeit nur vorbehaltlich einer späteren Entscheidung enteignet, hieß es jetzt im NRW-Verkehrsministerium. Mit der nun anstehenden mündlichen Verhandlung soll ein Schlussstrich unter den Jahrzehnte alten Streit gezogen werden.

(or/flm)
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