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Solingen
Entlastung für Scheuren ist in Sicht

Solingen: Entlastung für Scheuren ist in Sicht
Die Viehbachtalstraße führt am Gewerbe- und Industriegebiet Scheuren vorbei. Eine Ein- und eine Ausfahrt dort könnte den Verkehr entlasten. FOTO: Tinter (Archiv)
Solingen. Die Verkehrssituation rund um das etwa 27 Hektar große Gewerbe- und Industriegebiet ist äußerst problematisch. Eine Anbindung des Gebietes an die Viehbachtalstraße könnte das Problem lösen. Von Uwe Vetter

Große und expandierende Unternehmen wie BIA oder Walbusch mit jeweils rund 1000 Beschäftigten fordern den Anschluss des Gewerbe- und Industriegebietes Scheuren an die Viehbachtalstraße (L 141) seit Jahren. Die Politik ist mindestens ebenfalls so lange bemüht, Scheuren sprichwörtlich heraus aus der Sackgasse zu holen. Denn die Ein- und Ausfahrt des Gebietes erfolgt ausschließlich über die Untengönrather Straße. Und wer von der Martinstraße auf die Untengönrather Straße links oder rechts abbiegen will, muss schon Geduld mitbringen. Mittags um 14 Uhr ist es besonders schlimm: Mitarbeiter der Frühschicht sind mit ihren Autos in Scheuren noch nicht weggefahren, auf der anderen Seite suchen bereits Beschäftigte der nachfolgenden Schicht einen Abstellplatz für ihr Auto. Das gelingt nur unzureichend - wenn überhaupt.

Jetzt, so scheint es, zeichnet sich eine Lösung ab: Zumindest über einen Anschluss in Richtung Ohligs könnte das Gewerbe- und Industriegebiet an die L 141 angebunden werden - mit einer Ein- und einer Ausfahrt. Die neue Anbindung - favorisiert wird offenbar eine Lösung über die Norbertstraße - soll einige Innenstadt-Straßen entlasten.

Anwohner beschweren sich dort immer wieder über den zunehmenden Lkw-Verkehr. Lastwagen kommen nur über innerstädtische Straßen zu dem Gewerbe- und Industriegebiet. "Wir hatten einen Gutachter um eine Expertise gebeten, der die Notwendigkeit eines Anschlusses an die Viehbachtalstraße von Scheuren nachweist", sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Ein erster Entwurf - "nicht die fertige Planung" - liegt nun im Rathaus vor. Um Fördermittel zu erhalten, muss die Stadt nachweisen, dass mit dem Anschluss eine verkehrliche Entlastung des Gebietes einhergeht. Das scheint der erste Entwurf zu bestätigen. "Wir rechnen noch in diesem Jahr mit der abschließenden Fassung des Gutachtens", sagt der Stadtdirektor. Einen Vollanschluss des Gewerbe- und Industriegebietes auf beiden Seiten der Viehbachtalstraße wird es voraussichtlich nicht geben. "Das ist viel zu teuer", erklärt Hartmut Hoferichter auf Anfrage unserer Redaktion.

Lastwagen müssen auf dem Weg zu den Betrieben in Scheuren diverse innerstädtische Straßen passieren. Nur auf Umwegen gelangen sie zur vorhandenen, eigentlich nur gut 900 Meter entfernten Anschlussstelle, die von der Mangenberger Straße zur L 141n führt. In dem Gutachten muss die Stadt nachweisen, dass die angestrebte neue Anbindung die umliegenden Straßen deutlich entlasten würde.

Die "veränderten Bedürfnisse an Gewerbeflächen und Wohneinheiten" hob jüngst die CDU in ihren Etatberatungen hervor und forderte, dass im jetzt zur Verabschiedung anstehenden Haushalt 100.000 Euro eingestellt werden, um "die Anbindung des Gewerbe- und Industriegebietes Scheuren an die Viehbachtalstraße voranzutreiben". Das ist mit einer Fläche von rund 23,2 Hektar mit eines der größten überhaupt im Stadtgebiet. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter will die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität jedenfalls am 29. Januar 2018 über den Stand der Dinge informieren. Dann könnte das Verfahren weiter Fahrt aufnehmen. Das wünscht sich die CDU schon seit langem, sie mahnte schon vor Monaten zur Eile: Es sei dringend notwendig, den betroffenen Unternehmen und Anliegern in Scheuren endlich Entlastung zu verschaffen.

Quelle: RP
 
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