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Solingen
Enver Simsek: Die Geschichte eines Opfers

Solingen. "Schmerzliche Heimat" ist der Titel eines Schauspiels, das aus Anlass des Waffenstillstands im Zweiten Weltkrieg am Sonntag, 8. Mai, um 17 Uhr im Kleinen Konzertsaal des Solinger Theaters gezeigt wird. Der Text des Stücks basiert auf einem Buch von Semiya Simsek und Peter Schwarz. Thematisiert werden in der Aufführung des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel (Regie: Christian Scholze) die NSU-Morde.

Semiya Simsek verfasste zusammen mit dem Journalisten Peter Schwarz ihre Erinnerungen an das Leben ihres Vaters und die Jahre nach seinem Tod. Enver Simsek war das erste Opfer der Terrorzelle NSU. Auf der Gedenkveranstaltung für die Opfer der NSU-Morde am 23. Februar 2012 im Berliner Konzerthaus hielt die Tochter eine stark beachtete Rede. 2013 erhielt sie den nach der französischen Frauenrechtlerin und Schriftstellerin benannten Olympe de Gouges-Preis. "Schmerzliche Heimat" zeigt die Geschichte einer Familie in Deutschland, die Opfer einer terroristischen rechtsextremen Vereinigung und Opfer deutscher Behörden wurde. Karten für die Aufführung von "Schmerzliche Heimat" kosten an der Theaterkasse 15,80 Euro (ermäßigt: 7,90 Euro).

(red)
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