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Solingen
Ernährungsprojekt soll Essstörungen vorbeugen

Solingen. Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamts NRW 23 Menschen in Solingen wegen Essstörungen im Krankenhaus behandelt. 43,5 Prozent der betroffenen Personen waren nicht älter als 15 Jahre. Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK sagt überdies: "Auffallend ist die hohe Zahl an weiblichen Patienten. 95,7 Prozent waren weiblich und nur 4,3 Prozent männlich." Außerdem gibt er zu bedenken, dass die Zahl an Erkrankten in Wirklichkeit wohl noch deutlich höher liegen dürfte, da einige Fälle ambulant oder aber eben auch gar nicht behandelt wurden. "Häufig erkennen junge Menschen nicht von sich aus, dass sie krank sind." Daher sei es wichtig, dass Eltern die entsprechenden Warnsignale erkennen und auf diese schnellstens reagieren.

Ein gestörtes Verhältnis zum Essen oder zum eigenen Körper tritt häufig im Jugendalter auf. Es handelt sich hierbei um psychische Erkrankungen, wie Magersucht oder die Ess-Brechsucht. Diese Erkrankungen können durch familiäre, soziale oder gesellschaftliche Faktoren ausgelöst werden und müssen frühzeitig behandelt werden, so dass es bei den betroffenen jungen Menschen gar nicht erst zu einer Entwicklung falscher Körperideale kommt.

Michael Lobscheid betont aus diesem Grund, dass es wichtig ist, ein gesundes Essverhalten bereits im Kindergarten und in der Schule zu vermitteln und auch Eltern und Erzieher für dieses Thema zu sensibilisieren. Die IKK hat in diesem Zusammenhang das kostenlose Ernährungsprojekt "Die Kleinen machen stark" für Kitas auf die Beine gestellt. Auf spielerische Weise wird der Spaß an gesunder Ernährung vermittelt.

Informationen telefonisch unter der Rufnummer 0 22 04 / 912462.

(JuB)
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