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Timm Kronenberg
Erneut ein Ort der schönen Künste

Solingen. Timm Kronenberg wird mit seinem City-Art-Project wieder viele Ladenlokale in den Clemens-Galerien in der Innenstadt beleben. Der Startschuss für das "Intermezzo dell`arte" fällt am Karsamstag.

Die Kulturnacht 2017 ist gerade erst Geschichte, da steht schon Ihr nächstes Kunst-Projekt in den Clemens-Galerien an. Wie viel Zeit nimmt so etwas für den Organisator eigentlich in Anspruch?

Kronenberg Eine Menge. Auf 150 Stunden kommt man schnell. Ich war schon zig mal oben in den Galerien, um alles vorzubereiten. Dazu kommen natürlich viele Gespräche mit den Künstlern, die oft am Abend oder an den Wochenenden stattfinden, weil da die meisten Zeit haben.

Los geht es am Karsamstag. Was genau wird die Besucher erwarten?

Kronenberg Wir werden 17 Ladenlokale mit 35 Künstlern beleben. Mit den meisten habe ich bereits in früheren Projekten zusammengearbeitet. In jedem Geschäft werden ein bis drei, in manchen sogar sechs Künstler ausstellen. Darunter sind zum Beispiel drei Fotografen im ehemaligen Roland-Laden, die auch spezielle Shootings veranstalten. Wir haben eine gute Bandbreite, mit Skulpturen, Malereien, Licht- und Videoprojektionen. Ich selbst werde auch eine Galerie zusammen mit Annabelle Schleder und Bastian Bratsch betreiben. Sie soll aber eher ein offener Meeting-Point sein.

Gibt es ein besonderes Programm zur Eröffnung des "Intermezzo dell´arte"?

Kronenberg Es haben sich mehrere Musiker angesagt. Franzi Rockzz wird dabei sein sowie Frank und Gloria Göllmann, die Gruppe Blue Funk und The Pope´s Project. Sie werden die Eröffnung musikalisch begleiten, es wird aber kein richtiges Konzert auf einer großen Bühne sein.

Seit das City-Art-Project zuletzt zu Gast in den Clemens-Galerien war, sind nicht nur eineinhalb Jahre vergangen - es gibt auch einen neuen Besitzer. Wer hat letztlich zu wem Kontakt aufgenommen?

Kronenberg Der neue Eigentümer (die Real Estate Portfolio Consulting AG, die Redaktion) und das Centermanagement der Clemens-Galerien wollen mit diesem Angebot an die guten Erfahrungen anknüpfen, die wir gemeinsam mit riesiger Resonanz gemacht haben, und haben mich auf eine Fortsetzung angesprochen. Sie wollten die Folien an den leeren Ladenlokalen weghaben.

Beim letzten Mal dauerte Ihr Engagement 18 Monate. Wie lange werden denn die Künstler diesmal in den Clemens-Galerien ausstellen?

Kronenberg Der Vertrag läuft immer über drei Monate und verlängert sich dann wieder. Alle fünf Wochen gibt es einen Kunstwechsel in allen 17 Galerien, außerdem wird der eine oder andere neue Künstler dazukommen. Das zweite Opening findet am Pfingstsonntag, 3. Juni, statt. Ich habe Pläne bis zum Ende des Jahres. Letztlich weiß ich natürlich nicht, was der Investor vorhat und das ist auch nicht meine Baustelle.

Wann werden die Kunst-Galerien geöffnet haben?

Kronenberg Zunächst einmal immer samstags von 11 bis mindestens 14 Uhr. Das hängt auch ein wenig vom jeweiligen Publikumsandrang ab. Es wird aber wohl noch weitere Tage geben, an denen die Künstler offene Expositionen und Performances bieten.

Welche weiteren Projekte sind über die Belebung der Clemens-Galerien hinaus in Planung?

Kronenberg Ich habe vor vier bis sechs Wochen die Musiker für das Programm "Im Süden von Ohligs" beim Dürpelfest gebucht. Die nächste Aktion "Kunst vernetzt und verbindet" steigt am 3. September in Ohligs - und sie wird noch größer sein als zum Frühlingserwachen.

Wie ist eigentlich der Kontakt zu so vielen Künstlern entstanden?

Kronenberg Ich war vor neun Jahren Eventmanager in den Güterhallen. Im Südpark habe ich das erste "48 h"-Festival gemacht, später waren wir dann im Brückenpark und auf Schloss Burg. Im Laufe dieser Veranstaltungen entstanden viele Kontakte. Es hat sich eine Community gebildet, die immer noch größer wird - und, was sehr wichtig ist, auch menschlich harmoniert.

ALEXANDER RIEDEL FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
 
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