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Solingen
Erneut Streit um Gräfrather Flüchtlingshaus

Solingen. Udo Vogtländer ist sauer. "Wir haben hier in Gräfrath eine gute Willkommenskultur", sagt der Bezirksbürgermeister. Die Behauptungen des Gräfrather CDU-Vorsitzenden Christoph Keull und von Anwohnern, die jetzt einmal mehr Kostensteigerungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft an der Nibelungenstraße befürchten, seien einfach nicht wahr. "Alles ist sachlich und inhaltlich widerlegt worden", sagt Udo Vogtländer, "wir haben doch frühzeitig Transparenz in die Angelegenheit reingebracht."

Auch in Sitzungen der Bezirksvertretung. Dass dennoch nun aus "parteipolitischen Gründen" erneut Fakten in Frage gestellt werden, dafür hat der Bezirksbürgermeister überhaupt kein Verständnis. "Man sollte die Fakten einfach einmal zur Kenntnis nehmen", sagte Vogtländer mit Blick auf den Gräfrather CDU-Vorsitzenden Keull. Auf einer Grünfläche an der Nibelungenstraße soll ein Holzhaus in Modulbauweise aufgestellt werden, das dauerhaften Wohnraum für Flüchtlinge bietet. Bis zu 100 Menschen können dort in insgesamt 21 Wohnungen leben. Vor diesem Hintergrund lädt die Stadt Solingen nun für Donnerstag, 19. Mai, 19 Uhr, zu einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung in die Ketzberger Kirche ein. Sozialdezernent Jan Welzel, Flüchtlingskoordinator Dirk Wagner und Stefan Grohé, stellvertretender Leiter des Stadtdienstes Soziales, informieren und beantworten Fragen der Bürger.

Weitere Gesprächspartner sind Menschen aus dem Stadtteil, die sich schon jetzt ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Die Veranstaltung wird moderiert von der Journalistin Julitta Münch. Anliegende Haushalte wurden bereits per Handzettel eingeladen.

(uwv)
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