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Solingen
Eröffnungskonzert mit Benjamin Moser

Solingen. Am 25. September startet im Kunstmuseum Solingen um 19 Uhr die neue Saison der Reihe "Junge Pianisten Elite". Von Michael Tesch

Benjamin Moser erregte internationales Aufsehen, als er im Juni 2007 Preisträger des renommierten Tschaikowskywettbewerbs in Moskau wurde. Zusätzlich erhielt der Pianist dort den Preis für die beste Interpretation der Musik Tschaikowskys, sowie den Publikumspreis. Bereits im Januar 2007 hatte Benjamin Moser in New York den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb "Young Concert Artists" gewonnen - sowie acht Sonderpreise und Rezitale, unter anderem in Paris, Washington und New York. Am 25. September wird Moser im Kunstmuseum Solingen die neue Spielzeit der Reihe "Junge Pianisten Elite" eröffnen. "Der junge Künstler ist ein ,Könner ohne Koketterie', der sich nicht expressiv in Szene setzt und auch ohne spektakuläre Gesten fesselnd zu erzählen weiß", beschreibt Programmplanerin Renate Höller die Qualitäten des Pianisten. Beginn des Konzertes im Meistermann-Saal des Museums ist um 19 Uhr, Eintrittskarten kosten an der Museumskasse 19 Euro.

Der 1981 in München geborene Benjamin Moser stammt aus einer angesehenen Musikerfamilie. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Michael Schäfer und an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er von Dimitry Bashkirov, Stanislav Ioudenitch und seit 2012 von Alfred Brendel in London. Bereits während seiner Studienzeit gewann Benjamin Moser beim Artur-Schnabel-Klavierwettbewerb in Berlin den ersten Preis und war seit 2003 Stipendiat der "Studienstiftung des Deutschen Volkes". 2005 wurde Benjamin Moser der Steinwayförderpreis Berlin zuerkannt. Zusätzliche Stipendien kamen von der Deutschen Stiftung Musikleben sowie vom Deutschen Musikrat.

Seit dem Erfolg 2007 beim Tschaikowskywettbewerb folgten für Moser viele Solorezitale und Auftritte mit Orchester, so zum Beispiel mit dem Tschaikowskykonzert beim Dubrovnik Festival, mit Konzerten von Chopin, Schumann, Brahms, Liszt und Tschaikovsky im Münchner Herkulessaal und in der alten Oper Frankfurt mit den Münchener Symphonikern. Mit dem London Philharmonic Orchestra spielte Benjamin Moser die Paganini-Variationen von Rachmaninoff. Mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Andris Nelsons spielte er das zweite Klavierkonzert von Chopin. Auch in der Kammermusik ist Moser ein gern gesehener Gast. So spielte er zusammen mit Nicolas Altstaedt, Julian Steckel, Danjulo Ishizaka, Andrej Bielow und mit seinem Bruder Johannes Moser.

Mit seinem kontrastreichen Programm für Solingen beweist Moser seine außerordentliche Bandbreite. Es gibt lyrische Stücke von Grieg, Virtuoses nur für die linke Hand von Skrjabin (Prelude und Nocturne op.9), einen mysteriös-bizarrem Spuk mit fingerbrecherischer Kniffligkeit ("Gaspard de la Nuit") von Ravel, die kindliche Vorstellungswelt in Debussy's "Children's Corner" und zum Abschluss des Konzertabends Prokofiev's musikalische Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden in seiner siebten Sonate (op.83).

Quelle: RP
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