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Solingen
Erste Notfallsanitäter sind einsatzbereit

Solingen. 18 Rettungsassistenten haben Zusatzausbildung absolviert und schulen nun ihre Kollegen. Von Henning Röser

Der Remscheider Sven Stüve (37) gehört zu den ersten Rettungsassistenten im Regierungsbezirk Düsseldorf, die sich "Notfallsanitäter" nennen dürfen. Gemeinsam mit Kollegen aus Remscheid, Solingen und Leverkusen bestand der Remscheider Feuerwehrmann die dreitägige Prüfung unter Vorsitz des Solinger Gesundheitsamts. Gestern erhielten die 18 Notfallsanitäter in der Rettungsdienstschule in Solingen ihre Urkunde.

In einer 80-stündigen Zusatzausbildung lernten die Männer in den vergangenen Wochen unter anderem, welche Medikamente sie Notfallopfern geben dürfen oder wie man bei Atem-Problemen im Brustraum mit invasiven Mitteln helfen kann, berichtet Stüve. Notärzte schulten die erfahrenen Rettungsassistenten, die nun wiederum ihr Wissen an die Kollegen weitergeben werden. In Remscheid sind das alle 100 Feuerwehrleute. Hier ist jeder Rettungsassistent auch Feuerwehrmann.

Mit dem Pilotprojekt reagieren die Städte auf die bundesweit gestiegenen Qualitätsanforderungen an den Rettungsdienst. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert künftig drei Jahre und ist gleichwertig mit anderen Heilberufen.

Bis der erste Ausbildungsgang zum Notfallsanitärer im Bergischen startet, wird es noch etwas dauern. Der Gesetzgeber räumt Übergangsfristen ein. Diese Zeit nutzen die Städte, um zu klären, wann, wo und wie sie gemeinsam diese wesentlich umfangreichere Ausbildung organisieren. Klar ist: Die Schule in Solingen kann die neue Ausbildung in ihrer jetzigen Form nicht anbieten. Wuppertal, das bislang eine eigene Schule betreibt, ist aus dem gleichen Grund nun mit im Boot.

Zwei Jahre haben die Städte sich Zeit gegeben, um ein Konzept zu finden, sagt Remscheids Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan. Eine Projektleiterin ist bereits benannt, die das Thema von Solingen aus betreut. Das Verfahren sei völlig ergebnisoffen, betont Eul-Jordan. Denkbar sei auch, dass man weitere Partner wie etwa Werksfeuerwehren mit dazu holt oder dass man sich einer externen Schule anschließt. Wichtig sei, dass die Schule eine gute Ausbildung anbiete, wirtschaftlich arbeiten kann und gut ausgelastet sei.

Quelle: RP
 
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