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Solingen
Erste Urteile nach brutaler Raubserie

Solingen. Immerhin: An den nächsten Verhandlungstagen werden die Prozessbeteiligten im großen Schwurgerichtssaal des Wuppertaler Landgerichts etwas mehr Platz haben. Denn für zwei der neun Angeklagten, die sich seit Wochenbeginn wegen gewalttätiger Raubzüge in der Solinger City verantworten müssen, ist das Verfahren bereits beendet: Das Solinger Jugendschöffengericht, das aus Platzgründen in die Justizräume der Nachbarstadt ausweichen musste, verwarnte einen 20-jährigen wegen der Beteiligung an gemeinschaftlichem Raub und Körperverletzung und belegte ihn mit zwei Freizeitarresten.

In den nächsten zwei Jahren erhält er einen Bewährungshelfer und darf nicht auffällig werden. Einen gleichaltrigen Angeklagten sprach das Gericht hingegen frei. Der junge Mann hatte offenbar die Heimreise angetreten, bevor seine Bekannten einen Jugendlichen brutal misshandelt haben sollen. Das mutmaßliche Opfer des Überfalls soll nächste Woche in einer Videokonferenz zu den Geschehnissen vom Februar dieses Jahres befragt werden. Die Angeklagten sollen den 19-Jährigen damals am Graf-Wilhelm-Platz angesprochen, mit ihm an einen entlegenen Ort gefahren und ihn dort schließlich geschlagen, getreten und ausgeraubt haben.

Das war offenbar die jüngste Tat in einer Serie von Überfällen, die die jungen Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren seit Oktober 2015 - auch mit Hilfe von Waffen wie Schlagringen und Messer - verübt haben sollen. Mehrere Angeklagte sind einschlägig vorbestraft. Am ersten Prozesstag war es zu Teilgeständnissen einiger Beschuldigter gekommen.

(rdl)
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