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Solingen
Evakuierung: Bomben werden morgen entschärft

Solingen. Voraussichtlich am morgigen Donnerstag werden drei statt bisher vermuteter zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Straße Roggenkamp in Gräfrath entschärft. Damit einher würde dann eine umfangreiche Evakuierung der Bevölkerung - vermutlich ab Mittag - einhergehen.

In sechs Metern Tiefe hat das mit der Bombensuche beauftragte Fachunternehmen Gegenstände geortet, bei denen es sich laut städtischer Pressestelle mit "hoher Wahrscheinlichkeit um Bomben handelt". Absolute Klarheit wird es allerdings erst am Donnerstag-Vormittag geben, wenn die Gegenstände freigelegt werden.

Bestätigt sich diese Annahme, müssen die Experten umgehend die Entschärfung einleiten. Damit greifen dann die Evakuierungspläne, die bereits vor Beginn der Bodenuntersuchungen vorgestellt wurden. Es gibt damit die zwei Tage Vorlauf, auf die die Stadt Solingen bestanden hat. In einem Radius von rund 600 Metern zum Fundort werden die Menschen in Gräfrath evakuiert. 1200 Menschen müssen dann ihre Wohnungen und Arbeitsplätze räumen. Rund 300 Betriebe sind betroffen. Mitarbeiter der Stadt Solingen werden die Evakuierung kurzfristig mit Handzetteln sowie im Internet auf www.solingen.de, im Radio sowie in den sozialen Netzwerken ankündigen.

Die Sondierungsarbeiten auf dem Gelände nahe der Straße Roggenkamp gestalteten sich zuletzt wegen des Wetters schwierig, zu Beginn mussten sie wegen krankheitsbedingten Ausfällen bei der Spezialfirma sogar verschoben werden.

(uwv)
 
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