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Solingen
Fastenaktion der evangelischen Kirche: Sieben Wochen ohne Enge

Solingen. Auch wenn für Karnevalisten dann alles vorbei ist, am Aschermittwoch, in diesem Jahr also am 10. Februar, beginnt für Christen die Passions- und Fastenzeit. Sieben Wochen lang bereiten sie sich auf Ostern vor. Die vorösterliche Passionszeit ist für sie Anlass, wichtige Aspekte ihres Lebens und grundlegende Fragen neu zu bedenken. Die evangelische Kirche lädt in dieser Zeit zur Fastenaktion "7 Wochen ohne" ein. Hier geht es nicht darum, Pfunde zu verlieren, sondern Kopf und Seele freizumachen von falschen Abhängigkeiten. Die Aktion lädt Menschen ein, sieben Wochen lang auf Gewohnheiten zu verzichten, die man eigentlich schon lange gerne loswerden möchte. Welche das sein sollen, bleibt jedem selbst überlassen. Manche fasten Süßigkeiten, manche Fernsehkonsum oder unnötiges Autofahren.

Zusätzlich rückt die Fastenaktion in jedem Jahr eine bestimmte Lebensfrage besonders in den Mittelpunkt. "Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge" lautet in diesem Jahr das Motto. Mit wöchentlichen Fastenbriefen oder einem Fastenkalender mit einer Seite für jeden Tag will die Aktion in diesem Jahr Menschen einladen "zu entdecken, was Ihr Herz weit macht".

Auch in Solingen wird das Thema von "7 Wochen ohne" bedacht: In Ohligs ist die Fastenaktion am Mittwoch, 17. Februar, im Gesprächskreis "Gott und die Welt" im Gemeindezentrum an der Friedenskirche, Uhlandstraße 29, Thema (Beginn: 19.30 Uhr). In der Stadtkirche am Fronhof in der Innenstadt ist das diesjährige Fastenthema auch Gegenstand der FeierAbendAndacht am 3. März ab 18 Uhr. Und von Donnerstag, 11. Februar, bis Gründonnerstag, 24. März, sind Aspekte des Themas "Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge" jeden Donnerstag ab 18 Uhr Gegenstand der Zehn-Minuten-Andacht in der Walder Kirche.

Ein anderes Thema haben die dienstäglichen Andachten während der Passionszeit vom 16. Februar bis zum 22. März jeweils von 19 bis 19.30 Uhr in der Gräfrather Kirche. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto: "Für Dich!"

Die vorösterliche Fastenzeit beginnt in der christlichen Tradition mit dem Aschermittwoch und dauert nicht ganz sieben Wochen lang bis zum Ostersonntag. Eine kleine Auszeit vom Fasten dürfen sich Christen, wenn sie möchten, an den Sonntagen nehmen. Jeder Sonntag gilt in der Tradition als "das kleine Ostern", an dem zum Beispiel der Fleischverzehr erlaubt war, den man sich sonst in der Fastenzeit versagte, teilt Pressepfarrer Thomas Förster mit.

Zieht man die Zahl der Sonntage von der Gesamtzahl der Tage von Aschermittwoch bis Ostern ab, kommt man auf die Zahl "40". Darum kann nach seinen Worten gleichzeitig von sieben Wochen Passionszeit als auch von einer 40-tägigen vorösterlichen Fastenzeit die Rede sein.

(tws)
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