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Solingen
Fensterfirma baut mit viel Glas

Solingen: Fensterfirma baut mit viel Glas
Beim Tag der Architektur wird auch der Neubau Firma Wigger in Gräfrath vorgestellt. Stephanie Wigger (l.) und die Architektin Tanja Groß-Hauf freuen sich am Wochenende auf Besucher. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Wigger Fenster + Fassaden lädt am Tag der Architektur am kommenden Wochenende zum Piepersberg nach Gräfrath ein. Der dortige Neubau des Unternehmens bietet Raum für weitere Expansion. Von Fred Lothar Melchior

Wie baut man für ein Unternehmen, das hauptsächlich Fenster verkauft? Man baut mit viel Glas und mit Sichtbeton, waren sich die selbstständige Architektin Tanja Groß-Haug und ihre Auftraggeberin Stephanie Wigger einig. Die Niederlassungsleiterin von Wigger Fenster + Fassaden zeigt am kommenden Wochenende, 25./26. Juni, den Neubau im Gewerbegebiet Piepersberg - und kann bei schönem Wetter gleich eine ganze Gebäudeecke öffnen. Die rund vier Meter hohen Schiebetüren haben erstaunlich schmale Rahmen.

"Fenster geben dem Haus ein Gesicht", sagt Diplom-Ingenieurin Groß-Haug. "Heute müssen sie allerdings viel mehr können als früher." "Der Fokus wird beispielsweise immer mehr auf Einbruchschutz gelegt", erläutert Industriekauffrau Wigger. Ihre Familie ist seit drei Generationen im Geschäft. Gefertigt wird im Münsterland; Startpunkt war 1888 die Schreinerei des Großvaters. Seit 1950 produziert Wigger in Rosendahl-Osterwick auch Rollläden. Fenster aus Kunststoff kamen 1978, Fenster aus Aluminium 1982 hinzu.

Funda Altun-Osterholt ist Geschäftsführerin des Mieterbundes. FOTO: mak

Die Niederlassung in Solingen, die einzige neben dem Stammsitz, gibt es seit rund sechs Jahrzehnten. Stephanie Wigger übernahm sie 1995 von ihrem Vater Josef. Da war man bereits mehrfach in Höhscheid umgezogen, und auch der Sitz an der Friedrichstraße wurde zu klein. "Es war komplett ausgereizt", erklärt die Gesellschafterin, warum sie gut eine Million Euro in Gräfrath investierte. "Mit dem doppelt so großen Neubau wollten wir auch die Voraussetzung für die weitere Expansion schaffen."

Das Grundstück am Piepersberg - mit guter Verbindung zur Autobahn - wurde schnell mit Hilfe der Wirtschaftsförderung gefunden. Wigger: "Vom ersten Gedanken bis zum Einzug vergingen nur zwei Jahre." Baubeginn war Anfang 2015, im Oktober konnte das 820 Quadratmeter große Gebäude bezogen werden. Die Ausstellungsfläche ist gut 200 Quadratmeter groß. Die Büros und das Lager schließen sich an. "Das Büro kann mit einer zweiten Etage überbaut werden", sieht Architektin Groß-Haug Wigger für das Wachstum gerüstet.

Im Neubau sind 18 eigene Mitarbeiter tätig, drei mehr als an der Friedrichstraße. "In den letzten Jahren hat es sich sehr gut entwickelt", berichtet Prokuristin Wigger. Am Hauptsitz in Münsterland, wo die Belegschaft 250 Köpfe zählt, wird ebenfalls expandiert. "Leute, die motiviert sind, können wir immer gebrauchen", wirbt die 48-Jährige auch um neue Auszubildende für das nächste Jahr. Wigger hat zurzeit drei Lehrlinge. Ausgebildet werden Industriekaufleute, gewerbliche Rollladen- und Sonnenschutz-Mechatroniker sowie Glaser (Fachrichtung Fenster- und Glasfassadenbau).

Die Wigger-Kunden kommen aus einem Umkreis von 40 bis 50 Kilometern. Etwa zur Hälfte sind es gewerbliche und private Bauherren. Gelegentlich haben die Walder Architektin und die Niederlassungsleiterin aus Gräfrath dann gemeinsame Auftraggeber. Am Wochenende wollen sie beides zeigen: einen schmucken neuen Firmensitz und "alles rund ums Fenster und die Haustür". Nach den Erfahrungen der ersten Monate ist Stephanie Wigger überzeugt: "Die Kunden kommen gerne hierhin."

Quelle: RP
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