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Julian Prete
Ferien(s)pass: "Es läuft gut"

Julian Prete: Ferien(s)pass: "Es läuft gut"
Der Sozialpädagoge Julian Prete (22) war vorher im offenen Ganztag an der Grundschule Schützenstraße tätig. Träger ist dort, wie beim Ferien(s)pass, die Katholische Jugendagentur Wuppertal. Zehn Jahre lang hatte zuvor Bastian Renner den "Ferien(s)pass" geleitet. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Der neue Leiter der Sommerferien-Aktion kann noch Plätze bei rund 400 Veranstaltungen anbieten. Er freut sich, dass er auf ein bewährtes Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern wie Michél Rost vom Träger BDKJ bauen kann.

Wie viele Kinder sind angemeldet, drei Wochen vor den ersten Veranstaltungen in den Sommerferien?

Prete Ohne dass ich große Vergleichswerte habe: Es läuft gut. Bei der Anmeldung im Ferien(s)pass-Büro am Eiland sind leichte Wartezeiten möglich. Ich freue mich, dass sich immer wieder Eltern für das breite Angebot bedanken. Wir versuchen, für jeden etwas dabei zu haben und auch möglichst viele Veranstaltungen barrierefrei anzubieten.

Und wie viele der 419 Aktionen stehen den Kindern und Jugendlichen noch offen?

PRETE Momentan haben wir noch bei mehr als 400 Veranstaltungen freie Plätze. Das liegt auch daran, dass wir nach dem ersten Ansturm in Burg noch einige zusätzliche Plätze geschaffen haben. Es gibt auch noch Ferienpässe. Von unserem Kontingent im Büro am Eiland haben wir etwa vier Fünftel verkauft. Theoretisch kann man sich noch einen Tag vor einer Aktion melden. Dann sind besonders beliebte Termine aber längst ausgebucht.

Je nach Veranstaltung kann die Teilnahme einen, aber auch 130 Euro kosten. Dazu kommen die 14 Euro für den Pass. Entsteht da eine Zweiklassen-Gesellschaft?

PRETE Eine Zweiklassen-Gesellschaft sollte nicht entstehen. Die 129 Euro teure Fußballschule, um ein Beispiel zu nennen, dauert für diesen Preis auch eine Woche. Außerdem bekommen etwa Familien mit Solingen-Pass bei den meisten Veranstaltungen 50 Prozent Rabatt. Der Ferienpass alleine bringt ebenfalls zahlreiche Vergünstigungen: vom freien Eintritt ins Freibad Heide, ins Hallenbad Vogelsang und bei Minigolf-Plätzen bis zu Vergünstigungen im Movie Park Germany.

Das Ferien(s)pass-Programm ist in vier Bereiche aufgeteilt: Kunst, Kultur & Kreativität, Umwelt, Natur & Tiere, Besichtigung & Entdeckung sowie Sport & Bewegung. Welche zusätzlichen Akzente wollen Sie als neuer Leiter setzen?

PRETE Den Ferien(s)pass komplett umzukrempeln, das wäre nicht gut. Es ist schließlich eine sehr erfolgreiche Aktion. Dieses Jahr haben wir allerdings darauf geachtet, mehr Sportangebote zu haben - auch um junge Flüchtlinge ansprechen zu können. Wir glauben, dass Sport verbindet. Die Fußball-EM ist dafür das beste Beispiel. Bei künftigen Programmen fände ich es schön, wenn noch mehr Musik dabei wäre. Und als in Gräfrath aktiver Pfadfinder liegen mir Veranstaltungen in der Natur am Herzen, etwa Exkursionen im Wald. Das hat für mich einen hohen Wert.

Gibt es Veranstaltungen, die in ihren Augen besonders herausragen?

PRETE Das ganze Programm ist voller Höhepunkte. Die "Kinderoase" zur Mitte der Ferien ist aber sicher etwas Besonderes. 2015 haben mehr als 600 Kinder zwei Wochen lang ihre eigene Stadt verwaltet.

Der Ferien(s)pass wird vom Erzbistum Köln, der Stadt-Sparkasse, der Stadt und anderen gefördert. Steht die Aktion damit auf einem soliden Fundament?

PRETE Spenden sind immer willkommen. Aber noch viel mehr als mit Geldspenden ist uns mit Arbeit geholfen - und wenn es nur für eine Aktion ist. In unserer Liste stehen zwar schon 60 Helfer, Solinger, Wuppertaler und Remscheider zwischen 16 und 90 Jahren, aber nicht alle haben immer Zeit. An der Fahrt ins Phantasialand nehmen beispielsweise 45 Kinder teil. Da setzen wir sieben bis acht Betreuer ein.

FRED LOTHAR MELCHIOR FÜHRTE DAS GESPRÄCH MIT JULIAN PRETE.

Quelle: RP
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