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Solingen
Feuerwehr befreit Mann mit Kind aus Felswand

Solingen. Es hatte ein schöner Familienausflug durch den Solinger Süden werden sollen - doch die gemeinsame Klettertour von Vater und Kind wäre beinahe in einer Katastrophe geendet. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und technischem Gerät hat die Feuerwehr Solingen am Samstagnachmittag einen Mann sowie dessen Sohn aus einer steilen Felswand nahe dem Wipperkotten gerettet. Von Martin Oberpriller

Wie die Leitstelle der Feuerwehr später auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, hatte der erste Notruf des Vaters die Beamten gegen kurz nach 17 Uhr erreicht. Der Mann war am Samstagmittag mit seinem Sohn zu einer ausgedehnten Wanderung entlang der Wupper aufgebrochen, in deren Verlauf die beiden auch an der erwähnten Felswand vorbeikamen.

Offenbar wollten Vater und Sohn daraufhin aus Abenteuerlust an dem steilen Hang ihre bergsteigerischen Fähigkeiten testen. Denn anstatt auf dem Wanderweg zu bleiben, kraxelte die Familie die felsige Anhöhe hinauf. Bis ganz nach oben kamen der Mann und das Kind dabei allerdings nicht, denn plötzlich ging es für die beiden nicht mehr vor und nicht mehr zurück.

"Vielleicht hatte sie die Kraft verlassen", mutmaßte die Feuerwehr im Nachhinein, wobei die Situation für Vater und Sohn durchaus dramatisch war. Denn die zwei Wanderer befanden sich nun in ungefähr 15 Metern Höhe, ohne dass irgendeine Hilfe in Sicht war. Deshalb bugsierte der Mann zunächst sein Kind auf einen Baum, hielt sich selbst ebenfalls daran fest und setzte schließlich mit seinem Handy den Notruf in Richtung der Feuerwehr ab.

Als die ersten Einsatzkräfte kurze Zeit nach der Alarmierung am Unglücksort eintrafen, stellte sich die Lage der zwei in Notgeratenen nach wie vor verzweifelt dar - zumal auch die Retter selbst zunächst mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. So erkannten die eingesetzten Feuerwehrleute sofort, dass eine Rettung mit einer Drehleiter unmöglich war. Denn auf dem unebenen sowie morastigen und völlig überwucherten Waldboden gab es keine Möglichkeit, die große Leiter stabil aufzustellen, um Vater und Sohn damit von unten aus in Sicherheit zu bringen.

Aus diesem Grund entschlossen die Einsatzkräfte, sich den beiden von oben zu nähern. Mit einer sogenannten Rettungswindel, einer großen Stoffschlaufe, wurden zunächst Feuerwehrleute zu dem Mann und dem Kind herabgelassen, so dass die Wanderer am Ende von den Rettern die Felswand hinaufgezogen werden konnten.

"Beide hatten sehr viel Glück", hieß es anschließend vonseiten der Solinger Feuerwehr, als der Einsatz gegen 17.45 Uhr wieder beendet war. Weder der Vater, noch der Sohn hätten bei ihrem Kletterausflug Verletzungen davongetragen. Insgesamt waren an der Rettungsaktion am Wipperkotten am Samstagnachmittag rund 20 Feuerwehrleute sowie eine vorsichtshalber ebenfalls zur Unglücksstelle gerufene Notärztin im Einsatz gewesen.

Quelle: RP
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