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Solingen
Flüchtlinge: Das Land NRW hilft den Helfern

Solingen. Für Ehrenamtler stehen in diesem Jahr 58.700 Euro zur Verfügung. Im VHS-Forum wurde über Details informiert. Von Fred Lothar Melchior

Im vergangenen Jahr erhielt Solingen 18.000 Euro vom Land, in diesem Jahr sind es 58.700 Euro: Mit dem Geld wird die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe gefördert. "Komm-An" heißt das Programm, das Anne Wehkamp und Dominika Raczek von der Stadtverwaltung jetzt im Forum der Volkshochschule (VHS) vorstellten. Gut 30 Frauen und Männer aus Vereinen und Verbänden ließen sich die Details erklären.

"Schnell und möglichst unkompliziert" sollen die Landesmittel verteilt werden. Deshalb gibt das Land auch Geld für eine zusätzliche Stelle im kommunalen Integrationszentrum. Formlose Anträge sollen dort möglichst vor Beginn der Sommerferien eingereicht werden. Dann entscheidet ein Experten-Gremium, was bezuschusst wird.

Was förderfähig ist, hat das Land genau festgelegt. So gibt es etwa jeweils 2000 Euro für die Renovierung und Ausstattung von "Ankommenstreffpunkten".

Diese Pauschale hat die Stadt fünfmal beim Land beantragt. Außerdem stehen 35-mal 400 Euro für den laufenden Betrieb der Räume zur Verfügung - etwa für Miete und Nebenkosten. Für die Begleitung von Flüchtlingen sind 140-mal 44 Euro vorgesehen, beispielsweise für Fahrtkosten. 70-mal 220 Euro können fürs "Zusammenkommen" gewährt werden. Die Qualifizierung von Ehrenamtlichen wird mit maximal 800 Euro pro Tag gefördert. Auch Übersetzungen sind förderfähig. "Honorare" werden (mit Ausnahme der Schulungen) aber nicht gezahlt.

"Die Aufteilung der Mittel ist durchaus noch zu verändern", erläutert Anne Wehkamp, die den Stadtdienst Integration leitet. "Sie können jetzt aber keine Sachen in Rechnung stellen, die Sie schon im Januar angeschafft haben."

Bewerben können sich außerdem nur Vereine oder Verbände. Frauen oder Männer, die auf eigene Faust Flüchtlingen helfen, sollen jedoch über den Umweg der Wohlfahrtsverbände von "Komm-An" profitieren. Im Forum der Volkshochschule gaben Anne Wehkamp und Dominika Raczek im Anschluss an den Vortrag Tipps, wie es Geld für konkrete Projekte der anwesenden Helfer geben kann.

Da die nordrhein-westfälische Landesregierung die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit auch 2017 unterstützt, werden Anträge für das nächste Jahr am besten gleich mit gestellt.

Ansprechpartner Anne Wehkamp, Tel. 290-2225; Dominika Raczek, Tel. 290-2556 Informationen für ehrenamtliche Helfer www.solingen-solidarisch.de

Quelle: RP
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