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Solingen
Flüchtlinge durch Sport integrieren

Solingen. Die Stadt und der Sportbund kooperieren. Fünf Solinger Sportvereine machen mit bei dem Projekt. Von Sandra Grünwald

Dass der Sport Menschen und Kulturen verbinden kann, ist landläufig bekannt. Deshalb bietet er auch in der Integrationsarbeit eine gute Möglichkeit, die neuen Solinger Bürger in ihre neue Heimat zu integrieren. "Sport ist eine fantastische Ebene", meint auch Karen Leiding, Geschäftsführerin des Solinger Sportbundes, "weil man hier niederschwellig und ohne Zwänge zusammenkommt."

Beim Sport könnten die hiesige Lebensweise und Traditionen auf ganz einfacher Ebene vermittelt werden. Die Idee, dass die Stadt Solingen eine Zusammenarbeit mit dem Solinger Sportbund anstreben sollte, kam bereits im vergangenen Jahr auf. "Sport ist für die Integration sehr geeignet", weiß auch Dirk Wagner, Flüchtlingskoordinator der Klingenstadt Solingen.

So wurde das Projekt "Integration durch Sport" entwickelt und im Rahmen des Sonderprogramms mit Flüchtlingsbezug des Bundesfreiwilligendienstes ein Antrag gestellt. Der Antrag für die Einrichtung von zehn neuen Stellen wurde bewilligt. Für das Projekt "Integration durch Sport" sollen Tandems gebildet werden. "Fünf einheimische Jugendliche und fünf Flüchtlingsjugendliche arbeiten zusammen", erklärt Gunhild Hübel-Dorn von der Stabsstelle Flüchtlinge der Klingenstadt Solingen.

Um eine entsprechende Qualifizierung zu erhalten, werden die zehn Jugendlichen im Rahmen der vorgesehenen Bildungstage die Ausbildung zum Übungsleiter C im Breitensport absolvieren, die der Solinger Sportbund durchführt. "Damit erhalten sie ein Basiswissen und können überall eingesetzt werden", sagt Mirella Kuhl vom Solinger Sportbund, die das Projekt koordiniert. Einsatzgebiete sind fünf dem Solinger Sportbund angeschlossene Vereine, wo die Tandems bis zu zwölf Monate für praktische Tätigkeiten eingesetzt werden. "Die Jugendlichen sollen aber auch in die Flüchtlingsunterkünfte gehen, die Bedürfnisse der Flüchtlinge feststellen", erzählt Karen Leiding, "und sie sollen den Weg von der Unterkunft bis zum nahen Sportangebot überbrücken."

Damit das Projekt "Integration durch Sport" in Solingen durchgeführt werden kann, hat nun die Klingenstadt einen Kooperationsvertrag mit dem Solinger Sportbund unterschrieben. "Es ist das erste Mal, dass wir mit einem externen Partner zusammenarbeiten", betont Rolf Bilo, Leiter der Personalabteilung. Sechs Jugendliche haben bereits den Vertrag für dieses Projekt unterschrieben. Nun werden noch vier Jugendliche gesucht, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes beim Projekt "Integration durch Sport" teilnehmen möchten. "Sie sollen zwischen 18 und 30 Jahre alt sein", sagt Isabel Schwarzer, Zuständige für den Bundesfreiwilligendienst.

Wer Interesse hat, kann eine einfache Bewerbung mit kurzem Lebenslauf an den Solinger Sportbund (info@solingersport.de) senden.

Quelle: RP
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