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Solingen
Forschen, tüfteln - und immer wieder ausprobieren

Solingen. Das 3D-Netzwerk präsentiert auf der "Digility" als Weltneuheit einen 3D-gedruckten Augmented-Reality-Projektor.

Das 3D-Netzwerk macht seinem Namen alle Ehre und bietet seinen Mitgliedern eine optimale Plattform für das "Netzwerken" und gemeinsame Projekte. Im Rahmen der internationalen Fachkonferenz und Ausstellung zum Thema Virtual und Augmented Reality heute und morgen in Köln präsentieren die Netzwerk-Mitglieder Tobias Gebracht und EXCIT3D aus Solingen das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit. Zudem stellt das 3D-Netzwerk, eine Initiative der Wirtschaftsförderung, weitere Projekte aus dem Bereich Virtual und Augmented Reality vor.

Forschen, tüfteln und immer wieder ausprobieren: Die Entwicklung von Zukunftstechnologien ist die Leidenschaft von Tobias Gebracht, seit einigen Monaten Mitglied im 3D-Netzwerk. Besonders die Augmented Reality, bei der durch die positionsgenaue Integration digitaler Inhalte eine "erweiterte Realität" erzeugt wird, ist die Leidenschaft des 19-jährigen. Das hieraus entstandene Ergebnis ist außerordentlich: ein selbst konstruierter Augmented-Reality-Projektor, mit dem der Jungforscher sich den "Jugend forscht" Bundessieg 2016 im Fachgebiet Arbeitswelt sicherte.

Der Augmented-Reality-Projektor erzeugt durch mehrfach umgelenkte Lichtstrahlen virtuelle Objekte im dreidimensionalen Raum. Diese holografische Darstellung ermöglicht die Wahrnehmung aus einem großen Blickwinkel, ohne dass die Betrachter dafür eine Spezialbrille tragen müssen. Mit bloßen Augen lassen sich so bewegbare 3D-Modelle erzeugen, die im realen Raum erlebbar und interaktiv mit den Händen bewegbar sind. "Um das Gehäuse so kompakt wie möglich zu bauen, musste ich eine spezielle Software und besondere Rechenverfahren einsetzen", so Gebracht.

Für die Umsetzung des zum Patent angemeldeten Hologramm-Projektors wurde der Jungforscher im 3D-Netzwerk fündig: Mit der EXCIT3D GmbH aus Solingen wurde nun weltweit erstmalig der Projektor komplett mit 3D-Drucktechnologie produziert. Nach dem Prototypen, der auf der Fachkonfrenz in Köln Weltpremiere feiert, plant EXCIT3D GmbH eine erste Kleinserien-Produktion im zweiten Halbjahr 2017.

Bei einem weiteren Projekt, das in Köln vorgestellt wird, war Gerbracht ebenfalls im Rahmen der Netzwerk-Projekte eingebunden: Er unterstützte die Konstruktionsarbeiten des "Elektrosportwagens EVEX 910" und hat diesen als Virtual Reality-Modell nachkonstruiert. Bei dem Projekt werden die Synergien aus 3D-Scanning, 3D-Modeling, Virtual Reality und 3D-Druck idealtypisch dargestellt. 2016 verabredete das 3D-Netzwerk mit dem Vorstand der Langenfelder SILAG-Gruppe gemeinsame Aktivitäten zum Thema "3D-Technologien". Die SILAG-Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Sportwagenlegende EVEX 910 neues Leben einzuhauchen und eine Kleinserie unter anderem als Elektrovariante zu produzieren. Das 3D-Netzwerk-Mitglied Stratsys GmbH stellt schließlich in Köln sein Polyjet-Verfahren vor.

Mit dem Spitzenmodell "Stratasys J750" können mit unterschiedlichen Materialien 3D-Farbdrucke in über 360.000 Farben erstellt werden. Fotorealistische, äußerst glatte Oberflächen und feinste Details mit Schichtstärken von nur 0,014 mm, also etwa die Hälfte der Größe einer menschlichen Hautzelle, sind möglich. Die sinnvolle Kombination von 3D-Technologien zeigt das 3D-Netzwerk selbst mittels Virtual Reality: Ein von Stratasys gefertigter transparenter, farbiger, menschlicher Schädel kann virtuell in seine einzelnen Bestandteile zerlegt und wieder zusammengesetzt werden.

(red)
 
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