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Solingen
Fotojournalist Uli Preuss erhält das Bundesverdienstkreuz

Solingen. Seit Jahren setzt sich der Solinger Fotograf und Journalist mit viel Engagement für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten ein. Von Benjamin Dresen

Nach einer pathetischen Laudatio von Oberbürgermeister Tim Kurzbach gab sich der Geehrte ganz bescheiden. "Ich bin nur der eine von allen. Wir haben zusammen etwas gemacht. Eigentlich gehört es allen." Mit diesen Worten ordnete Ulrich "Uli" Preuss das Bundesverdienstkreuz ein, das ihm der Oberbürgermeister gestern im Rathaus für seinen Einsatz für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten soeben verliehen hatte.

Preuss nannte als seine Mitstreiter etwa die medizinischen Einrichtungen der Kplus-Gruppe, das städtische Klinikum oder das Deutsche Rote Kreuz in Solingen. "Man tut es zusammen", betonte er.

Oberbürgermeister Kurzbach hatte zuvor die Begründung der Bezirksregierung verlesen, dem Solinger Fotografen und Journalisten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland die "höchste Auszeichnung für Verdienste um die Allgemeinheit" zu verleihen.

Preuss engagiert sich seit 20 Jahren für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten. Für die Hilfsorganisation "Friedensdorf International" begleitet er ehrenamtlich in seiner Freizeit Hilfseinsätze, etwa in Afghanistan, Angola, Sri Lanka oder Kambodscha. Dabei entstand die Fotoausstellung "Am Rande der Schöpfung", die die Arbeit von Friedensdorf International dokumentiert. Bei Vorträgen sammelt Preuss Spenden und weist auf internationale Konflikte hin. In seiner Heimatstadt Solingen baute er ein Netzwerk von Ärzten und Krankenhäusern auf, das Kinder aus Kriegsgebieten medizinisch behandelt. In den letzten Jahren setzte sich Uli Preuss intensiv für den Bau zweier Gesundheitszentren mit dem Namen "Solingen House" in Kambodscha ein und sammelte dafür viele zehntausend Euro Spendengelder für deren Finanzierung.

Tim Kurzbach betonte in persönlichen Worten an den Geehrten: "Bei Dir spürt man, dass das, was Du tust, aus tiefer ehrlicher Zuneigung erwächst. Du siehst menschliches Elend und lässt Dich davon berühren. Und vor allem: Du tust etwas, Du bist jemand, der anpackt."

Mit seiner journalistischen Arbeit hat Uli Preuss nach den Worten des Oberbürgermeisters die Opfer aus der anonymen Masse herausgeholt und als Menschen vorgestellt. Seine Botschaft sei, Leid und Leiden nicht untätig zuzusehen. "Deine Botschaft und Dein Vorbild machen Mut. Wir bräuchten mehr Menschen wie Uli Preuss", lobte Oberbürgermeister Kurzbach. "Deine Heimatstadt kann stolz auf ihren Mitbürger sein."

Quelle: RP
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