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Solingen
Frauen zeigen Kuba und die Chancen

Solingen. Für eine Kultur der Zärtlichkeit und des Lebens: Der Weltgebetstag kommt in diesem Jahr von der Karibikinsel.

Kuba steht im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstages am 4. März. Wie an jedem ersten Freitag im März laden Frauen aus Solinger Kirchengemeinden zu einer Reihe von ökumenischen Gottesdiensten, Treffen und Informationsveranstaltungen ein. Die Texte, Lieder und Gebete für die Gottesdienste sowie die Informationen über die Situation des Landes wurden von Frauen aus dem Schwerpunktland vorbereitet. Eingeladen sind aber nicht nur Frauen, sondern auch Männer.

Zusätzlich zu den zahlreichen Gottesdiensten am frühen Nachmittag finden in Dorp (20 Uhr Dorper Kirche) und in Ohligs (18 Uhr Stadtkirche) zwei Abendgottesdienste statt, die auch für berufstätige Menschen gut erreichbar sind, teilt Pfarrer Thomas Förster mit.

Die Karibikinsel Kuba, von der Christopher Kolumbus einst als "der schönsten Insel, die Menschenaugen jemals erblickt haben", schwärmte, ist seit der Revolution 1959 ein sozialistischer Staat und seit 54 Jahren beeinträchtigt durch eine von den USA verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade.

Erst in jüngster Zeit hat US-Präsident Barack Obama Initiativen unternommen, dieses Embargo durch diplomatische Bemühungen zu lockern.

Die kubanischen Weltgebetstagsfrauen stellen in diesem Jahr die biblische Friedensvision vom Wolf, der beim Lamm zu Gast ist, aus dem Buch des Propheten Jesaja (11,6) und das Wort Jesu aus dem Markusevangelium (10,14), nach denen den Kindern die Herrschaft Gottes gehöre (Mk 10,14), in den Mittelpunkt. Im Sinne dieser biblischen Texte rufen sie auf zu einer neuen Kultur der Zärtlichkeit, der Liebe und des Lebens gegen eine allgegenwärtige Unkultur des Egoismus', der Gewalt und des Todes.

"Die Spiritualität der Zärtlichkeit zeigt sich in einem liebevollen und gastfreundlichen Herz, das für alle offen ist und niemanden ausschließt", schreibt die kubanische evangelische Theologin Dr. Ofelia Ortega. Diese Zärtlichkeit sei sogar dazu fähig, "den Feind in einen lieben und geschätzten Gast zu verwandeln". So füllen die kubanischen Frauen nach den Worten von Pfarrer Förster inhaltlich das Weltgebetstags-Motto in diesem Jahr: "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf" - ebenfalls ein Wort Jesu aus dem Markusevangelium.

(red)
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