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Solingen
Freiflächen in der Stadt wieder mit Leben erfüllen

Solingen: Freiflächen in der Stadt wieder mit Leben erfüllen
Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. FOTO: Stephan Köhlen (Archiv)
Solingen. Mit Hilfe der Landes-Entwicklungsgesellschaft NRW sollen fünf Brachflächen mit 20 Hektar wieder genutzt werden. Von Annemarie Kister-Preuss

In den meisten Fällen sind sie auf gutem Weg, zum Schandfleck zu werden: Brachflächen im Stadtgebiet, die früher einmal meist gewerblich genutzt wurden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit der Entwicklungsgesellschaft NRW URBAN ein Instrument geschaffen, das Kommunen im Land bei der Entwicklung neuer Nutzungskonzepte helfen soll. Gestern hat Stadtdirektor Hartmut Hoferichter mit dem Geschäftsführer der Gesellschaft, Franz Meiers, eine Konsensvereinbarung unterzeichnet.

Vier Flächen im Stadtgebiet mit rund 20 Hektar sind ab sofort in den Flächenpool NRW aufgenommen. Sie liegen in Ohligs Ost / Hansastraße (circa 50 000 Quadratmeter), an der Katternberger Straße im Bereich der alten Waffenfabrik Hörster (knapp 51 000 Quadratmeter), am Nordbahnhof / Schlachthofstraße (gut 56 000 Quadratmeter) und an der Klauberger Straße (27 000 Quadratmeter). Nachdem die Vereinbarung unterzeichnet ist - die Stadt zahlt dafür 8000 Euro - können nun die insgesamt 66 verschiedenen Eigentümer der vier Bereiche angeschrieben werden. Die Politik hatte für die Beteiligung am Flächenpool zuvor grünes Licht gegeben.

"Der Flächenpool ist ein Angebot des Landes, Potenzial zu heben", sagt Franz Meiers von NRW URBAN. "Handlungsbedarf, dass auf den Flächen etwas geschehen muss, war schon vorher gegeben", ergänzt Hartmut Hoferichter. Solingen ist die 22. Stadt in NRW, die den Konsensvertrag unterzeichnet hat, jetzt können die Beratungen der Eigentümer und auch der Kommunen beginnen.

Wird Einigkeit über eine neue Nutzung der brachliegenden Flächen erzielt - das kann Gewerbeansiedlung ebenso sein wie Wohnbebauung -, kann die Stadt den entsprechenden Bebauungsplan aufstellen. 2011 hat das Land mit dem Projekt begonnen, auf den ersten Grundstücken drehen sich inzwischen die Kräne, wie Franz Meiers berichtet. Die zukünftige Nutzung der vier Solinger Flächen, die im Pool aufgenommen wurden, ist völlig ergebnisoffen. Bei der Organisation, Moderation, Aufklärung und die Definition der Perspektiven werden den Städten und den Grundstückseigentümern von NRW URBAN Experten zur Seite gestellt, die unter anderem die Möglichkeiten wie auch die Grenzen der einzelnen Standortentwicklungen aufzeigen.

Stadtdirektor Hartmut Hoferichter ist daher sehr froh, dass mit der Aufnahme im Flächenpool NRW nach dem Erwerb des ehemaligen Rasspe-Areals nun ein weiterer wichtiger Schritt zur Entwicklung der Stadt getan wurde, die mit freien Gewerbeflächen nicht eben gesegnet ist.

Quelle: RP
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