| 00.00 Uhr

Solingen
Freizeitpark Aufderhöhe: Gericht entscheidet noch 2017

Solingen: Freizeitpark Aufderhöhe: Gericht entscheidet noch 2017
Die momentan herrschende Tristesse soll einem Freizeitpark unter anderem mit einer Minigolf-Bahn weichen. FOTO: Köhlen Stephan
Solingen. OLG verhandelt die Berufung eines Nachbarn, der die Überlassung des Areals verhindern will. Von Martin Oberpriller

Der Countdown läuft. Zwar steht eine Entscheidung zur Umwandlung des alten Freibad-Areals in Aufderhöhe in einen Freizeitpark nach wie vor aus. Doch bei der Stadt sind die verantwortlichen Beamten mittlerweile zuversichtlich, dass Mitte Dezember die sprichwörtlichen Würfel fallen werden - und damit endlich ein Schlussstrich unter einen bereits seit vielen Jahren schwelenden Rechtsstreit gezogen werden kann.

"Wir rechnen derzeit mit einer Entscheidung des zuständigen Oberlandesgerichts bis Ende 2017", bekräftigte gestern eine Rathaus-Sprecherin, die hofft, dass danach - ein für die Stadt positiver Ausgang vor Gericht vorausgesetzt - zügig die nächsten Schritte in Richtung des neuen Freizeitparks möglich werden. Für diesen setzt sich der Förderverein Freizeitpark Aufderhöhe nämlich schon über zwei Jahrzehnte ein.

Nur die alten Sprungtürme erinnern an das Freibad. Die Öffnungszeiten des neuen Parks wären begrenzt, um Nachbarn vor Lärm zu schützen. FOTO: Köhlen

Allerdings stießen die Umgestaltungspläne auf dem einstigen Gelände des 1990 geschlossenen Freibades immer wieder auf teils erheblichen Widerstand. So scheiterte ein Nachbar des Grundstücks zuletzt zwar mit dem Versuch, eine vertragliche Vereinbarung zur Überlassung der Freizeitanlage an den Verein anzufechten. Gleichwohl ging der Kläger daraufhin ein weiteres Mal in Berufung, so dass der Stadt bis zu einer endgültigen Entscheidung durch das OLG die Hände gebunden bleiben.

Denn erst wenn der Nachbar vor dem Oberlandesgericht erneut den Kürzeren zöge, wäre der Weg frei für den Freizeitpark. So würden in einem solchen Fall vonseiten der Verwaltung die entsprechenden Beschlussvorlagen für den Bebauungsplan sowie für die erwähnte vertragliche Vereinbarung umgehend erstellt, um der Politik zu Beginn des kommenden Jahres zur Entscheidung vorgelegt zu werden.

Was wiederum nur noch einer Formalie gleichkäme, machen sich etliche Politiker doch schon seit langer Zeit für den neuen Freizeitpark stark. Immerhin gehört Aufderhöhe zu den am meisten wachsenden Stadtteilen in Solingen. Vor allem junge Familien haben sich in den zurückliegenden Jahren dort angesiedelt - so dass bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung bereits geraume Zeit Einigkeit darüber herrscht, das Freizeitangebot in Aufderhöhe zu erweitern.

Parallel galt es in der Vergangenheit aber auch stets, die Anliegen der Nachbarn an dem geplanten Freizeitpark-Areal zu berücksichtigen. Zumal der Park selbst nicht das einzige Vorhaben in der Gegend ist. Vielmehr ist seitens der Stadt vorgesehen, im Josefstal einen zusätzlichen Sportplatz zu bauen, der später als Ersatz für den Kunstrasenplatz neben dem Stadion am Hermann-Löns-Weg in Ohligs dienen soll.

Dieser wird im Rahmen des Stadionabrisses ebenfalls verschwinden. Wobei der neue Sportplatz nach Lage der Dinge dann noch nicht fertig sein dürfte. Die Stadt geht augenblicklich davon aus, dass die Bauarbeiten im Laufe des Jahres 2018 starten werden, und ist sich sicher, dass der zukünftige Kunstrasenplatz - genauso wie der Freizeitpark - keine unzumutbare Lärmbelästigung der Umgebung zur Folge haben wird.

In der Vergangenheit habe es mehrfach "Beteiligungen der Bürger" gegeben, betonte nun noch einmal Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, der darauf verwies, ein Lärmschutzwall und eine Beschränkung der Spielzeiten würden nach dem Bau der Anlage die Belästigungen für die Anwohner in Grenzen halten. Dabei will die Stadt auch künftig transparent agieren. So werde die Verwaltung "über den Beginn der Bauarbeiten selbstverständlich frühzeitig informieren", versicherte Hoferichter.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Freizeitpark Aufderhöhe: Gericht entscheidet noch 2017


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.