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Solingen
Friedenslicht auf der Wupperinsel

Solingen: Friedenslicht auf der Wupperinsel
Die Älteren sind für die Jüngeren da und umgekehrt: Im Pfadfinder-Stamm "Grafen von Berg" herrscht eine gute Gemeinschaft. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Zum zweiten Mal findet am heutigen Samstag in Unterburg auf der Wupperinsel ein Adventssingen statt. Wieder mit dabei ist der Pfadfinder-Stamm "Grafen von Berg", der für Kinder unter anderem Stockbrotbacken anbietet. Von Sandra Grünwald

Es ist schon so etwas wie eine Tradition. "Wir wurden auch in diesem Jahr angefragt, ob wir das Friedenslicht verteilen", erzählt Cornelia Hoffmann vom Leitungsteam des Pfadfinder-Stammes "Grafen von Berg". Das Friedenslicht, das 1986 von österreichischen Journalisten ins Leben gerufen wurde, wird von Bethlehem aus in die ganze Welt getragen. Ein Kind entzündet es an der Flamme der Geburtsgrotte Jesu. Ab dem dritten Advent wird das Friedenslicht von den Pfadfinderverbänden mittels einer Lichtstafette in 500 Orten in ganz Deutschland verteilt. Und Burg gehört ebenfalls dazu. So erklingt auf der Wupperinsel in Unterburg am heutigen Samstag ein Adventssingen. Und auch der Pfadfinder-Stamm "Grafen von Berg" ist wieder beteiligt.

"Wir machen das seit zehn Jahren", sagt Winfried Hoffmann, das mit 65 Jahren älteste Mitglied des Pfadfinderstammes "Grafen von Berg" und ebenfalls im Leitungsteam tätig. Bisher wurde das Friedenslicht im Weihnachtsgottesdienst verteilt. Nun erhellt es das Adventssingen in Unterburg.

In diesem Jahr will das Friedenslicht "Hoffnung schenken - Frieden finden" ein Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht setzen. Doch nicht nur das Friedenslicht verteilen die Pfadfinder auf der Wupperinsel. "Wir bieten auch etwas für die Kinder an", verrät Cornelia Hoffmann, "Stockbrotbacken, einen Krabbelsack und eine Wunschzettelstation."

Auch die Eltern beteiligen sich. So wird frisch gebackener Kuchen angeboten, Kaffee, Kakao und Kinderpunsch. "Gegen eine Spende", sagt sie. Musik wird es ebenfalls geben. "Ein Ehepaar wird Weihnachts- und Adventslieder spielen", erzählt Winfried Hoffmann. Jeder, der möchte, kann stehenbleiben und mitsingen. Feuer wird in Feuerschalen die großen Zelte - Jurten - erwärmen und im Falle eines Regegenschauers für ein trockenes Plätzchen sorgen.

Der Pfadfinderstamm "Grafen von Berg" hat sich 2002 gegründet, ist inzwischen jedoch bereits ökumenisch. "Bei uns können Kinder und auch die Eltern Mitglied werden", erklärt Cornelia Hoffmann. Derzeit gibt es bei diesem Stamm 50 Mitglieder, wovon 30 aktive Pfadfinder sind. Ab der zweiten Klasse können die Kinder Pfadfinder werden. "Der Kern unserer Arbeit fußt auf christlichen Grundlagen", betont Winfried Hoffmann. Es herrsche eine gute Gemeinschaft untereinander. "Daraus besteht die Pfadfinderei", sagt Cornelia Hoffmann, "der Ältere für den Jüngeren und umgekehrt."

So zogen die jüngeren Pfadfinder in den Adventswochen durch Burg und besuchten ältere Menschen, brachten ihnen ein kleines Geschenk und sangen Weihnachtslieder. "Auch die Flüchtlinge in der Jugendherberge haben wir besucht", erklärt Cornelia Hoffmann.

Quelle: RP
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