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Solingen
Führung über den jüdischen Friedhof

Solingen. Eine Führung über den jüdischen Friedhof am Estherweg bietet Michael Sandmöller am Sonntag, 29. Mai, 11 Uhr, an. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Treffpunkt ist das Friedhofstor am Estherweg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der jüdische Friedhof wird bereits um 1718 erwähnt, der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen.

Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler unter Leitung von Michael Sandmöller betreut und gepflegt. Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von rund 2400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dient er als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte einer jüdischen Gemeinde. Durch seine Nutzung als lokale Geschichtsquelle hat er sich zudem zu einem Lernort entwickelt.

(red)
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