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Solingen
Für größte Sicherheit bei kleinen Mitfahrern sorgen

Solingen. Die Sommerferien haben begonnen, und die Autobahnen sind gefüllt. Damit auch alle gesund ankommen, ist eine gute Sicherung aller Mitfahrer von Nöten. Im vorigen Jahr verunglückten im Bergischen Städtedreieck 65 Kinder als Mitfahrer in einem Fahrzeug. Auch wenn sich die Anschnallmoral in Solingen, Remscheid und Wuppertal verbessert hat, beobachten die Verkehrssicherheitsbeauftragten, dass immer noch zahlreiche Eltern ihre Kinder unzureichend sichern. Von Judith Blania

Aus diesem Grund fand gestern auf dem Alten Markt in der Innenstadt die Aktion "Anschnallen mit Köpfchen" statt, bei der die Verkehrssicherheitsbeauftragten der Polizei in Kooperation mit der Verkehrswacht für eine persönliche Beratung und Information zur Verfügung standen. Mit Musterstücken zur Besichtigung konnten Eltern Genaueres über die möglichen Sicherheitsvorkehrungen erfahren. Der Markt bietet mittlerweile für jedes Alter die nötigen Vorrichtungen für ein sicheres Mitfahren.

Besonders Sorge machen Ralf Wentland und seinem Kollegen Ulrich Schmidt die größeren Kinder. Sie betonen, dass die Mädchen und Jungen erst ab einer Körpergröße von 1,50 Meter oder einem Alter von zwölf Jahren groß genug sind, um ohne Sitzerhöhung fahren zu können. Wichtig ist, dass die geringe Körpergröße durch eine Sitzerhöhung ausgeglichen wird, so dass der Dreipunktgurt entlang des Beckenknochens verläuft, der bei einem Aufprall beständiger ist als die inneren Organe. Die entgegengesetzt der Fahrtrichtung angebrachten Sitze, wie die Babyschalen, sollten längstmöglich genutzt werden. Dabei besteht die größte Sicherheit für die kleinen Mitfahrer, da die Schale im Falle eines Unfalls, die Energie des Aufpralls auffängt. Sollte der Sitz auf dem Beifahrersitz angebracht werden, muss der Airbag auf jeden Fall ausgeschaltet sein. Für ein Gewicht bis zu 18 Kilogramm gibt es mittlerweile auch rückwärtsgesicherte Sitze. Hier stößt man aufgrund der Autogröße allerdings oft an die Grenze der Möglichkeiten.

Mit Verkehrsunfallprävention an Schulen und Kindergärten versuchen die Verkehrssicherheitsbeauftragten, den Eltern die Notwendigkeit der Sicherung aller Mitfahrer zu verdeutlichen. Bei einer unzureichenden Sicherung können Bußgeldzahlungen anfallen. Für nichtgesicherte Kinder sind diese mit einem Betrag von 60 bis 70 Euro höher als für Erwachsene.

Verkehrssicherheitsberater Ralf Wentland ist klar: "Wenn die vorhandenen Möglichkeiten richtig genutzt werden, kann die Anzahl an Verletzungen der Mitfahrer verringert werden".

Quelle: RP
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