| 00.00 Uhr

Solingen
Galerien: Gespräche starten in heiße Phase

Solingen: Galerien: Gespräche starten in heiße Phase
In einem ersten Schritt will der Investor der Clemens-Galerien drei bis vier Ankermieter finden, die in die zurzeit leerstehenden Ladenlokale in den Gängen des Centers einziehen. FOTO: Kempner
Solingen. Auf der Suche nach neuen Mietern setzt der Investor zunächst einmal auf Handelsfirmen. In einem zweiten Schritt sollen gastronomische Betriebe das nahezu leerstehende Einkaufscenter am Mühlenplatz in der City wiederbeleben. Von Martin Oberpriller

In den vergangenen Wochen hatten die Mitarbeiter des neuen Eigentümers in den Clemens-Galerien sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Denn nachdem die Immobilien Solingen Projektgesellschaft mbH das Einkaufscenter in der Innenstadt zu Beginn des Jahres gekauft hatte, galt es für die Projektentwickler zunächst einmal, genau festzustellen, welche Art von Objekt sie da eigentlich in ihr Portfolio aufgenommen hatten.

"Aus diesem Grund wurden etliche Analysen angefertigt, etwa zum Standort in der Solinger City", berichtete der Geschäftsführer der Projektgesellschaft, Dr. Jochen Stahl, nun im Gespräch mit unserer Redaktion von der Arbeit der zurückliegenden Zeit. Wobei Stahl sicher ist, dass sich die inzwischen beendeten Mühen schon bald bezahlt machen werden. In Kürze werden nämlich die Gespräche mit potenziellen neuen Ankermietern beginnen, die helfen sollen, den fast vollständig verwaisten Gebäudekomplex am Mühlenplatz wieder mit Leben zu füllen.

Was indes kein leichtes Unterfangen werden dürfte, hat sich der Leerstand in den Clemens-Galerien in der Branche doch längst herumgesprochen. So war zuletzt in Maklerkreisen immer wieder zu hören, der Ruf Solingens als Handelsstandort habe nachhaltig gelitten, so dass Experten davon ausgehen, dass die Mieterlöse in den Galerien fortan nicht mehr in den Himmel wachsen werden.

"Acht bis neun Euro pro Quadratmeter - mehr ist im Augenblick nicht drin", schätzt beispielsweise ein Insider, derweil der Galerien-Investor zurzeit noch davon ausgeht, dass am Ende sehr wohl höhere Einnahmen stehen könnten. "Wir kalkulieren mit einem Quadratmeterpreis von ungefähr 13 Euro", betonte dementsprechend Dr. Jochen Stahl, der die Immobilie in gewisser Weise von innen nach außen reanimieren möchte.

Im Klartext: In einem ersten Schritt sollen Mieter aus dem Handelsbereich gefunden werden, die sich an den Gängen des Centers ansiedeln. Und danach ist dann der Mühlenplatz an der Reihe, wo die bestehenden gastronomischen Betriebe, die schon zu den Zeiten der alten Galerien vor Ort waren, um zusätzliche Angebote ergänzt werden sollen.

"Unser Ziel besteht darin, die Beziehung zwischen Mall und Mühlenplatz in gewisser Weise umzukehren", umriss der Investor die Konzeption in den Galerien. So sei das "ausgesprochen attraktive Rondell" bisher eher ein Teil des Centers gewesen. Was bald anders werden soll. Denn Dr. Jochen Stahl schwebt jetzt vor, den Mühlenplatz selbst ins Zentrum zu rücken.

Wozu passt, dass auch an anderer Stelle in der Stadt Bemühungen angestellt werden, den Mühlenplatz als Veranstaltungsort in das Bewusstsein der Solinger zurückzuholen. So finden seit Anfang Mai jeweils am ersten Samstag im Monat vor den Galerien Konzerte statt, die von CDU-Ratsherr Falk Dornseifer, Detlef Amann (Werbe- und Interessenring Solinger Innenstadt) sowie Gastronom Miro Jelic veranstaltet werden.

Die Premiere vor zwei Wochen war vielversprechend. Rund 600 Zuhörer kamen zum Auftritt der Band "Mike and the Waiters" auf den Mühlenplatz. Und inzwischen gibt es Anfragen von weiteren Gruppen, die im Rahmen der Reihe auftreten wollen. "Wir haben schon 14 Interessenten", sagte Falk Dornseifer, der die Koordination übernommen hat. Das nächste Konzert steigt Anfang Juni, während der Sommerferien sind sogar noch mehr Auftritte geplant.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Galerien: Gespräche starten in heiße Phase


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.